Studie

Wem beim Aufstehen oft schwindelig wird, der riskiert seine Gesundheit

+
Beim Aufstehen überkommt Sie der Schwindel, Sie müssen sich schnell wieder hinsetzen? Das könnte Ihr Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, erhöhen.
  • schließen

Wird Ihnen öfter schwindelig, wenn Sie aufstehen? Eine neue Studie will herausgefunden haben, dass dies das Risiko für tödliche Krankheiten erhöht.

Jeder von uns kennt es: Lange gesessen, dann zu schnell aufgestanden und schon dreht sich im Kopf alles wie ein Karussell. Meist kommt dies jedoch nur selten vor. Wer dieses Schwindelgefühl nach dem Aufstehen öfter verspürt, der hat ein höheres Risiko für Krankheiten.

Schwindel beim Aufstehen erhöht Risiko für Schlaganfälle und Demenz

Das will eine Studie nun herausgefunden haben, die in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht wurde, wie das Portal The Sun berichtet. Darin heißt es, dass Menschen, denen beim Aufstehen oft schwindelig wird oder sie sogar in Ohnmacht fallen, doppelt so häufig einen Schlaganfall erleiden. Ebenso sei das Risiko, an Demenz zu erkranken, um 54 Prozent höher.

Für die Studie analysierten Forscher aus den USA Daten von über 11.700 gesunden Personen mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren. In der Studie sollten sich Menschen für 20 Minuten hinlegen, dann mit einer schnellen Bewegung wieder aufstehen. Daraufhin wurde der Blutdruck gemessen.

Im Ergebnis zeigte sich, dass diejenigen, deren Blutdruck danach niedriger war als zuvor, häufiger einen Schlaganfall erlitten oder an Demenz erkrankten.

Lesen Sie hier: Krass: Darum kann Diät-Limo Ihrem Gehirn schaden.

Woher kommt das Schwindelgefühl bei zu schnellem Aufstehen eigentlich?

Das Schwindelgefühl rührt daher, dass beim Aufstehen der Blutdruck rasant sinkt. Oft so stark, dass Menschen in Ohnmacht fallen. Dieser Schwindel nennt sich in der Medizin auch orthostatische Hypertonie.

Die Leiterin der Studie, Dr. Andreea Rawlings von der Johns Hopkins School of Public Health, erklärte, dass diese orthostatische Hypertonie, auch OH genannt, ein neuer Hinweis im Hinblick auf das Vorbeugen von Schlaganfällen oder Demenz sein könnte: "Die Messung von OH im mittleren Lebensalter könnte ein neuer Weg sein, um Menschen zu identifizieren, die sorgfältig auf Demenz oder Schlaganfall überwacht werden müssen."

Weitere Studien seien notwendig, um zu klären, was die Ursache dieser Verbindungen sein könnte, und um mögliche Präventionsstrategien zu untersuchen.

Auch interessant: Dreifachpille: Neues Medikament soll Bluthochdruck effektiv bekämpfen.

sca

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Zurück zur Übersicht: Gesundheit

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT