Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Panne bei Hirntod-Diagnose

Klinik stoppt Organ-Entnahme - lebte der Spender noch?

Bremen - Erneut ist Ärzten ein schwerer Fehler bei der Feststellung des Hirntods unterlaufen. In einem Krankenhaus im Raum Bremen wurde eine Organspende abgebrochen, weil der Spender womöglich noch lebte.

Bei der Feststellung des Hirntods im Rahmen einer Organspende haben Ärzte nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ erneut Fehler gemacht. In einem Krankenhaus im Raum Bremen/Bremerhaven sei Anfang Dezember 2014 eine Organspende abgebrochen worden, weil der Hirntod des Spenders nicht nach den dafür vorgesehenen Regeln diagnostiziert worden sei. Die Operateure hätten zu diesem Zeitpunkt bereits den Bauchraum geöffnet, berichtet die „SZ“ in ihrer Montag-Ausgabe.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) bestätigte der Zeitung „Unklarheiten in Bezug auf die Hirntoddiagnostik bzw. ihre Dokumentation“. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission sei informiert worden. Die Ärztekammer teilte laut „SZ“ mit, dass „zu laufenden Verfahren in konkreten Einzelfällen keine Auskünfte gegeben werden können“. Die Überwachungskommission werde sich in Kürze „mit der Überprüfung bestimmter Hirntod-Untersuchungen und -Diagnosen befassen“.

Schon vor einem Jahr war bekanntgeworden, dass Mediziner innerhalb von drei Jahren insgesamt zehn Patienten abweichend von den Richtlinien für hirntot erklärt hatten. Organe an noch Lebenden wurden aber nach DSO-Angaben nicht entnommen.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Kommentare