Stewardessenkrankheit

Ausschlag an Mund und Nase? So bekommen Sie Mundrose in den Griff

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Ausschlag um Mund und Nase - die periorale Dermatitis sorgt für Beschwerden.
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Schuppende Rötung im Gesicht mit Knötchen: Mundrose führt nicht nur zu Juckreiz bis Schmerz - auch die Psyche leidet. So behandeln Sie die periorale Dermatitis.

  • Überpflege ist das Stichwort: Wer zu viele Wässerchen und Cremes verwendet, der riskiert nicht nur ein Loch im Geldbeutel.
  • Reizungen und Rötungen im Gesicht können die Folge sein.
  • Auch periorale Dermatitis, die auch als Mundrose oder Stewardessenkrankheit bezeichnet wird, kann die Folge von Überpflege sein. Die Gesichtshaut reagiert überempfindlich auf bestimmte Substanzen in Gesichtscremes, Reinigungsmitteln oder Make up, was unschönen Ausschlag zur Folge hat.

"Stewardessenkrankheit": Gründe für periorale Dermatitis

Der Begriff "Stewardessenkrankheit" entstand in den 50er Jahren, als sich kurz nach dem Krieg in erster Linie Stewardessen mit neuen Pflege- und Beautyprodukten aus dem Ausland eindecken konnten - und entsprechend häufig zu viele Kosmetika anwendeten.

Papeln, Pusteln, Juckreiz: Symptome bei Mundrose

Häufig zeigt sich periorale Dermatitis rund um den Mund, allerdings können auch das Kinn, die Lider, die Nase oder die Falten, die von der Nase zum Mund führen, betroffen sein. Verschlimmert sich die Mundrose, breitet sie sich bis zu den Wangen, der Stirn und den Augen hin aus. Eine schmale, etwa zwei Millimeter große Randzone um die Lippen herum bleibt dabei meist symptomfrei.

Folgende Symptome sind typisch für die periorale Dermatitis:

  • flächige, schuppende Rötung um den Mund
  • kleine rötliche Knötchen (Papeln)
  • gelegentlich Eiterbläschen (Pusteln)
  • betroffene Hautstellen können brennen, schmerzen, spannen und jucken

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Auf keinen Fall Kortison - Behandlung der perioralen Dermatitis

Die periorale Dermatitis darf auf keinen Fall mit Kortisonpräparaten behandelt werden. Zwar kommt es dadurch der Techniker Krankenkasse zufolge zur kurzfristigen Besserung, allerdings würden sich die Beschwerden nach Absetzen der Arznei verstärken.

Dermatologen empfehlen bei einer diagnostizierten Mundrose in erster Linie eine Nulltherapie: die Haut kann sich durch das Weglassen von Cremes, Reinigungsgel, Gesichtswasser und Make up erholen. Betroffene sollten die Haut nur noch mit warmem Wasser waschen. Wer gar nicht ohne kann, sollte zu einer sehr milden, pH-neutralen Seife greifen oder zu Mitteln mit synthetisch hergestellten waschaktiven Substanzen. Bei schwereren Verläufen können antientzündlich wirkende Arzneimittel und/oder antibiotische Lösungen und Gele eingesetzt werden. In sehr schweren Fällen ist sogar die Einnahme von Antibiotika nötig.

Wichtig ist, die Behandlung nicht abzubrechen, auch wenn nicht sofort Besserung einsetzt. Zu Beginn der Therapie ist es sogar möglich, dass sich die Beschwerden vorübergehend verschlechtern. Doch wer langfristig auf hautreizende Pflegeprodukte verzichtet, hat gute Chancen, die Mundrose langfristig in den Griff zu bekommen.

Im Video: Diesen Fehler machen viele Frauen - und riskieren damit periorale Dermatitis

Quellen: www.tk.de; https://deximed.de

Weiterlesen: Unsichere Substanzen in Pflegeprodukten: Diese Stoffe sollten Sie tunlichst vermeiden.

jg

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