Gefährliche Zischlaute

Diese Art zu Sprechen erhöht das Risiko einer Coronavirus-Infektion

Wer ungehemmt niest, verteilt Viren in einem großen Umkreis. Doch auch die Aussprache kann eine Infektion mit Covid-19 begünstigen. 
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Wer ungehemmt niest, verteilt Viren in einem großen Umkreis. Doch auch die Aussprache kann eine Infektion mit Covid-19 begünstigen. 

Die Tröpfcheninfektion gilt als Hauptursache einer Ansteckung mit Covid-19. Über die Atemluft dringen Viren in den Körper. Die Aussprache kann das begünstigen. 

  • Bei einer Tröpfcheninfektion gelangen Krankheitserreger über die Atemluft auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund und finden so den Weg in den Körper. 
  • Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes* verringert das Risiko, andere mit Covid-19 anzustecken
  • Wissenschaftler fanden jetzt heraus, dass eine bestimmte Art zu Sprechen besonders ungünstig in Bezug auf das Coronavirus ist. 

Die Coronavirus-Pandemie reißt nicht ab, immer neue Fälle werden weltweit gemeldet. International forschen Wissenschaftler daran, wie das Coronavirus aufgebaut ist, um Medikamente und Impfstoffe so schnell wie möglich für die breite Masse zur Verfügung zu stellen. Die neuartige Lungenkrankheit gibt zwar immer noch viele Rätsel auf, aber einige Fakten gelten als gesichert - etwa, das sich Covid-19 in erster Linie über die Atemluft verbreitet - also über das Einatmen kontaminierter Luft. 

Vor allem Angehörige von Covid-19-Patienten und medizinisches Fachpersonal zählen entsprechend zur Risikogruppe, weil sie sich im unmittelbaren Umfeld der Betroffenen aufhalten. Wie Forscher jetzt herausfanden, steigt die Gefahr einer Ansteckung mit der Art und Weise, wie Patienten sprechen

Coronavirus: Bestimmte Laute und Betonungen erhöhen Ansteckungsgefahr

So erhöhen Zischlaute und eine laute Aussprache die Ansteckungsgefahr*, da diese Faktoren eine feuchte Aussprache begünstigen. Bestimmte Worte oder Betonungen sorgen dafür, dass vermehrt Atemtröpfchen in die Luft gelangen und andere anstecken können. Vor allem beim "th" aus dem Englischen oder anderen Lauten, die vorne im Mundbereich geformt werden, wird feuchte Atemluft ausgestoßen. "Wenn ein Infizierter vor mir steht und Thunderstorm sagt, ist die Gefahr groß, mich anzustecken", zitiert Spiegel Online Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann vom Helmholtz Zentrum München und dem Institut für Umweltmedizin an der Technischen Universität München. 

Entscheidend sei dabei unter anderem, wo die Tropfen samt Viren ankommen und wie infektiös sie noch sind, so Traidl-Hoffmann. Über die Nase eingeatmet, ist die Chance groß, dass sie durch Schneuzen im Taschentuch landen. Direkt in die Lunge eingeatmet dagegen können Coronaviren zu schweren Krankheitsverläufen* führen. "Wie hoch die Konzentration an Virenpartikeln um einen Corona-Patienten herum ist, ist bislang unklar", sagt Umweltmedizinerin Traidl-Hoffmann. Auch wie viele Viren nötig sind, um Covid-19 auszulösen, ist bisher noch nicht geklärt.  

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jg

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Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. 
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. 
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.  © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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