Psychische Leiden durch zu wenig Schlaf

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Ausreichend Schlafen hält gesund

Berlin - Wer täglich weniger als fünf bis sechs Stunden schläft, riskiert seine psychische und physische Gesundheit, auch wenn er daran gewöhnt ist. 

Ein wiederholtes moderates Schlafdefizit von ein bis zwei Stunden pro Nacht summiert sich und kann sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken, erklärt Privatdozent Dr. Michael Grözinger von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. Besonders betroffen sind das Herz-Kreislauf-System, der Hormonhaushalt, die Regulierung des Blutzuckers und das Reaktionsvermögen. Auch das Immunsystem zeigt ein verändertes Verhalten.

Betroffene sollten nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen, an Maschinen arbeiten oder im OP-Saal stehen. Fatalerweise fühlen sich die Betroffenen aber gar nicht so unfit und leugnen ihre Müdigkeit, warnt PD Dr. Grözinger.

Andere Symptome des anhaltenden Schlafmangels können Frösteln, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen bis hin zu depressiven Verstimmungen sein. Spätestens dann sollten Sie sich Rat bei einem Psychiater holen, empfiehlt der Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum der RWTH Aachen.

Von chronischem Schlafmangel spricht man, wenn ein anhaltendes Missverhältnis zwischen individuellem Schlafbedürfnis und tatsächlicher Schlafdauer besteht.

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