Erektionsstörungen bei Schlafapnoe - Maskentherapie kann helfen!

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Mit Hilfe einer Überdrucktherapie über eine Maske (so genannte „Maskentherapie“) werden Atempausen verhindert.

Rosenheim - Das Schlafapnoe-Syndrom betrifft einen hohen Anteil der erwachsenen Bevölkerung und geht in der Regel mit einer ausgeprägten Tagesschläfrigkeit, Einschlafneigung und Leistungsminderung einher.

Das sogenannte Schlafapnoe-Syndrom - lautes Schnarchen mit Atempausen im Schlaf - betrifft einen hohen Anteil der erwachsenen Bevölkerung und geht in der Regel mit einer ausgeprägten Tagesschläfrigkeit, Einschlafneigung und Leistungsminderung einher. Zudem können durch das Schlafapnoe-Syndrom auch Erektionsstörungen des Mannes (sog. erektile Dysfunktion) ausgelöst bzw. verstärkt werden.

Schon vor drei Jahren wurde von einem Regensburger Forscherteam unter Federführung des heutigen Chefarztes der Medizinischen Klinik III am RoMed Klinikum Rosenheim, Priv.- Doz. Dr. Stephan Budweiser, eine umfangreiche Studie an über 400 Patienten durchgeführt. Es konnte gezeigt werden, dass Atempausen und insbesondere der damit verbundene nächtliche Sauerstoffmangel eine starke Verbindung mit Störungen der Erektion und anderen Sexualfunktionen aufweisen. Diese Ergebnisse führten die Mediziner schon damals zu der Frage, ob durch die Beseitigung der nächtlichen Atempausen bestehende Erektions- bzw. sexuelle Funktionsstörungen positiv beeinflusst werden können.

Mit Hilfe einer Überdrucktherapie über eine Maske (so genannte „Maskentherapie“) werden Atempausen verhindert. Dabei wird im Schlaf über eine Maske, die Nase und gegebenenfalls den Mund einschließt und über einen Schlauch mit einem Gerät verbunden ist, ein Überdruck erzeugt. Dadurch werden die oberen Atemwege geringfügig aufdehnt, offen gehalten und Atempausen unterbunden.

Nach drei Jahren zeigte jetzt eine erneute anonyme Befragung, dass vor allem Patienten mit schweren Erektionsstörungen, welche die Maskentherapie regelmäßig nutzen, im Vergleich zu denen ohne regelmäßige Therapie eine Verbesserung ihrer sexuellen Funktionsstörungen erlebten. Der größte Effekt auf die Erektionsstörungen durch die Therapie war bei Patienten mit stark erniedrigter nächtlicher Sauerstoffsättigung zu verzeichnen. Diese hinsichtlich Patientenzahl und Untersuchungszeitraum bisher größte publizierte Studie zeigt, dass den betroffenen Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom, unabhängig vom Vorliegen anderer Erkrankungen, Hoffnung

gemacht werden kann, dass sich die Erektionsstörungen nach Einleitung der Maskentherapie bessern. Um die Zusammenhänge noch weiter zu untersuchen, wird jetzt eine noch größere, multizentrische Studie, unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, initiiert, an der auch die Medizinische Klinik III – Pneumologie und Beatmungsmedizin - des RoMed Klinikums Rosenheim teilnimmt.

Hintergrundinformationen:

Das Schlafapnoe-Syndrom führt häufig zu vorzeitiger Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen sowie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Es stellt deshalb einen starken Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt dar.

Großen Bevölkerungsstudien zufolge leidet etwa jeder 5. Mann über dem 20. Lebensjahr an Erektionsstörungen. Liegen zusätzliche Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Herzkreislauferkrankungen vor, sind bis zu 50 % der Männer davon betroffen.

Pressemitteilung RoMed Kliniken

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