"Sepideh" bringt strahlendes Wanderwochenende

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Landkreis - Das Hoch "Sepideh" bringt uns ein strahlendes Wochenende in den Alpenraum. Somit herrscht ideales Wanderwetter in den Bergen.

Am kommenden verlängerten Wochenende wird daher aller Voraussicht nach bestes Wanderwetter in den Bergen herrschen. Allerdings ist bereits Herbst. Der Deutsche Alpenverein empfiehlt da-her, die folgenden Punkte zu beachten.

  • Die Tage sind kurz und die Nächte sind kalt. Zusätzlich zur normalen Wanderausrüstung (siehe unten) sollte warme Kleidung im Rucksack nicht fehlen. Eine Stirn- oder Taschenlampe leistet bei einbrechender Dunkelheit gute Dienste.
  • Oft trocknen Wege in schattigen Bereichen nicht mehr richtig ab und bleiben dadurch rutschig. Besondere Vorsicht beim Gehen in diesen Bereichen ist daher wichtig – und natürlich rutschfestes Schuhwerk. 
  • Auch wenn der letzte Neuschnee sich bis weit nach oben verzogen hat: Der nächste Schneefall kommt bestimmt. Im Herbst muss man, besonders in höheren Lagen, vermehrt mit Schnee und vereisten Stellen rechnen. Wer also hoch hinaus will, sollte die entsprechende Ausrüstung dabei haben (Gamaschen, evtl. Grödel bzw. Steigeisen) und über Bergerfahrung verfügen.

Die meisten Hütten haben noch geöffnet

Am kommenden Wochenende haben die meisten Hütten noch geöffnet. Für Touren danach, die mit Einkehr oder Hütten-Übernachtung geplant sind, sollte man recherchieren, ob die betreffenden Stützpunkte noch geöffnet sind – denn: Einige höher gelegene Stützpunkte werden die Saison nach und nach beenden. Im deutschen Alpenraum laden allerdings viele Hütten auch im Oktober zum Besuch ein. Auf www.alpenverein.de gibt es eine Liste mit taggenauen Öffnungszeiten (>Hüttensaisonschluss).

Detaillierte Infos zu den Hütten (>Hüttensuche) gibt es auf alpenverein.de ebenso wie Infos zu aktuellen Tourenbedingungen (>Tourenbedingungen).

Zweckmäßige Ausrüstung ist wichtig!

Allein oder in der Gruppe, auf bequemen Almwegen oder als anspruchsvolle Gipfeltour, im Mittelgebirge oder in den Alpen: Bergwandern ist vielseitig, man kann fast überall starten und die Tour nach dem eigenen Könnenauswählen. Die Wanderungen führen über befestigte Kies- und Schotterstraßen, markierte Wege, Pfade und Steige, aber auch hin und wieder durch wegloses Gelände.

Exponierte Passagen verlangen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Neben den äußeren Bedingungen und der eigenen Erfahrung ist die richtige Wanderausrüstung entscheidend für die Sicherheit und den Spaß am Berg. Die Ausrüstung ist also die Grundlage für einen sicheren und genussvollen Aufenthalt im Gebirge:

Das entsprechende Schuhwerk

Funktionelle und gut passende Bergschuhe sind für die Tour das „A und O“. Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliches Schuhwerk. Ein Schuh mit einer rutschfesten, stark profilierten Spezialsohle aus Gummi ist stets unerlässlich. „Grundsätzlich gilt: Je schwieriger das Gelände, je länger die Tour und je schwerer der Rucksack, desto stabiler muss das Schuhwerk sein“, so der Hinweis vom Bergwanderexperten des Deutschen Alpenvereins (DAV) und Bergführer Karl Schrag. Durch den stabilen Bodenaufbau sowie die griffige Profilgestaltung ist der Allround-Outdoor-Halbschuh vom Flachland bis ins Mittelgebirge einsetzbar. Der Halbschuhschnitt gestattet optimale Bewegungsfreiheit und erzeugt niedriges Gewicht. Das hochgezogene Stiefeldesign des Wanderstiefels schützt die Knöchel zusätzlich vor Anschlagen und stabilisiert die Gelenke als Schutz vor Umknicken.

Der sogenannte Trekkingstiefel ist ein idealer Bergschuh in Stiefelform für anspruchsvolle längere Touren, z. B. beim Hüttentrekking. Um harten Untergrund gerecht zu werden, sind Stiefel mit einer so genannten Brandsohleempfehlenswert. Die Profilsohle sollte ein selbst reinigendes und tief eingeschnittenes Muster aufweisen. Ein bedingt steigeisenfester Rand erlaubt das Anbringen von Steigeisen mit Frontkorb- oder Riemenbindung. Der klassische Bergstiefel ist ein besonders robuster und warmer Bergschuh in Stiefelform für den Einsatz im Hochgebirge und ist auch für Schneeschuhtouren gut geeignet. Ein steigeisenfester Bergschuh ermöglicht das Anbringen von Steigeisen mit Kipphebelbindung

Funktionsbekleidung

Bergwandern ist schweißtreibend, beim Aufenthalt in der Höhe kann es aber auch schnell kalt werden: Bergsportler sollten sich nach dem Mehrschichtprinzip („Zwiebelprinzip“) kleiden (z. B. Unterhemd, Hemd, Pullover und Wetterschutzjacke). Tragekomfort, Bewegungsfreiheit, Wetterschutz,Wärmeisolation und Atmungsaktivität sind dabei die wichtigsten Schlagworte.

  • Funktionsunterwäsche aus schweißtransportierendem Material
  • Fleecejacke oder Pulli 
  • lange Hosen: strapazierfähiges und elastisches Kunstfasermaterial
  • Wetterschutzjacke: wind- und wasserabweisendes Material, mit Kapuze 
  • Mütze und Fingerhandschuhe 
  • leichte Ersatzwäsche: zum Wechseln nach schweißtreibendem Anstieg oder nach Regen 
  • Strümpfe: mit verstärktem Fußbett aus Mischgewebe oder Frottee

Daneben gehören noch folgende Gegenstände mit auf Tour:

  • Wanderrucksack, 20-30 Liter, mit Aussentaschen und gepolstertemTragesystem 
  • topographische Karten und Führer, evtl. Kompass und Höhenmesser
  • Schutz gegen UV-Strahlung (Kopfbedeckung, Sonnenbrille und -creme) 
  • Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke und Handy (für Notruf 112)
  • Trinkflasche (mindestens 1 Liter/ Person), Tourenproviant 
  • evtl. Grödeln (steigeisenähnliche Gehhilfen aus Aluminium), Pickel, Seil und Steigeisen für Hochtouren.
  • evtl. Tourenstöcke (die Trittsicherheit beim Gehen und Steigen wird vor allem bei rutschigem Untergrund erhöht, die Gelenke werden beim Bergabgehen geschont)
  • im Herbst unbedingt Taschenlampe mitnehmen!

Pressemitteilung Deutscher Alpenverein e. V.

Rubriklistenbild: © wandern

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