Sonnencreme für Kinder bei Stiftung Warentest

Mit dieser Sonnencreme sollten Sie Ihr Kind nie eincremen - vier günstige Produkte überzeugen im Test

Speziell für Kinder entwickelte Sonnenschutzprodukte bei Stiftung Warentest: Ein teures Produkt fällt durch.
+
Speziell für Kinder entwickelte Sonnenschutzprodukte bei Stiftung Warentest: Ein teures Produkt fällt durch.

Der Sommer hält Einzug und die Sonnencreme kommt wieder regelmäßig zum Einsatz. Stiftung Warentest prüfte 17 Produkte speziell für Kinder - eine Marke fällt durch.

  • Ob als Lotion, Pumpspray oder Gel: Sonnenschutzprodukte* gibt es in den verschiedensten Ausführungen.
  • Von Lichtschutzfaktor 6 bis 50+ hat man die Qual der Wahl, wenn man vor dem Regal in der Drogerie oder der Apotheke steht.
  • Für die Kleinsten gibt es auch Sonnenschutzmittel speziell für Babys und Kinder - die Stiftung Warentest jetzt getestet hat. Ein teures Produkt fiel im Test mit der Note "mangelhaft" durch.

Eltern müssen nicht nur an den eigenen Schutz vor schädlichen UV-Strahlen denken, sondern auch an den des Nachwuchses. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist ein Muss, doch auch gut hautverträglich soll die Sonnenmilch sein. Produkte speziell für Kinder versprechen genau das, was Stiftung Warentest als große deutsche Verbraucherorganisation dazu veranlasste, eine Auswahl an solchen Produkten näher unter die Lupe zu nehmen.

Insgesamt 17 Sonnenschutzmittel für Kinder prüfte die Stiftung dahingehend, ob der angegebene Schutz gewährleistet war, ob kritische Duftstoffe enthalten waren, wie gut sich die untersuchten Produkte anwenden ließen, ob sie die Kinderhaut mit Feuchtigkeit anreicherten und ob die Werbeversprechen auf der Verpackung der Realität entsprachen.

Umfrage zum Thema

Sonnenschutz für Kinder: 15 von 17 Produkten schneiden "sehr gut" oder "gut" ab

Für Kinder werden Sonnenschutzprodukte mit einem hohen bis sehr hohen Lichtschutzfaktor* empfohlen, die ohne Duftstoffe auskommen, weil letztere allergische Reaktionen begünstigen. Produkte speziell für Kinder erfüllen diese Kriterien in der Regel. Allerdings sind auch Produkte für Erwachsene für Kinder geeignet, sofern sie keine Duftstoffe enthalten.

Das beruhigende Ergebnis von Stiftung Warentest: 15 von 17 untersuchten Produkten schneiden mit der Bewertung "sehr gut" oder "gut" ab. Ein Produkt erhält die Einstufung "befriedigend" und eines der teuersten Produkte fällt Stiftung Warentest zufolge mit der Note fünf haushoch im Test durch: Es handelt sich um das Produkt Baby & Kids Neutral Sonnencreme für sehr sensible Haut der Marke Eco Cosmetics. Hier stellten die Mitarbeiter von Stiftung Warentest im Labor fest, dass die deklarierte Schutzwirkung nicht eingehalten werden konnte.

Folgende vier Produkte dagegen sind mit der Gesamtnote "sehr gut" empfehlenswert:

  • Kids Sonnencreme der Lidl-Marke Cien Sun
  • Kids Med Sonnenmilch der Müller-Marke Lavozon
  • Sonnenspray Easy Protect Kids der Aldi-Marke Ombra
  • Sunozon Kids Sonnenspray von Rossmann

Weiterlesen: Sensitiv-Sonnencremes bei Öko-Test: So schlecht schneiden die meisten Produkte ab.

jg

Hautkrebs - die unterschätze Gefahr

Sonnen im Liegestuhl
Sonnenanbeter am Strand, Solariumsbesucher oder Bauarbeiter, die in der prallen Mittagssonne schuften - sie alle setzen sich UV-Strahlung aus, die das Hauptrisiko für Hautkrebs ist. Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Der am Dienstag veröffentlichte Arztreport der Barmer GEK belegt das: 2012 waren schätzungsweise 1,56 Millionen Menschen von Krebs betroffen - Tendenz steigend. © dpa-mzv
Hautkrebs
Wie viele Neuerkrankungen gibt es? Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Barmer-Report mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 234.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen "schwarzen" Hautkrebs. © dpa-mzv
Schwarzer Hautkrebs
Welche Arten von Hautkrebs gibt es? Die gefährlichste Form ist das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs. Er kann sich rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten. © dpa
Hautkrebs
Der sogenannte helle Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, ist deutlich verbreiteter, bildet aber seltener Metastasen. Kennzeichen sind leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind wie Gesicht und Nacken. © dpa
Hautkrebs-Screening
2012 starben laut Statistischem Bundesamt 2875 Menschen an einem schwarzen Hautkrebs. Die Prognosen sind Experten zufolge vergleichsweise günstig: Zwei Jahre nach der Erstdiagnose leben noch 97,3 Prozent der Männer und 97,5 Prozent der Frauen. Beim hellen Hautkrebs sind die Prognosen noch etwas günstiger. Grundsätzlich gilt: Wird Hautkrebs früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen. © dpa
UV-Strahlung Sonne
Welche Faktoren begünstigen die Entstehung? Hauptrisikofaktor ist die UV-Strahlung der Sonne, die die Haut schädigen und Krebs hervorrufen kann. Auch das künstliche UV-Licht von Solarien erhöht das Hautkrebsrisiko, weshalb zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe von Solarienbesuchen abrät. Neben UV-Strahlen beeinflusst nach Angaben des unabhängigen IQWiG-Instituts vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt. © dpa
Sonne in den Bergen
Was sind weitere Risikofaktoren? Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Auch häufiger und starker Sonnenbrand vor allem im Kindesalter steigert das Risiko, ebenso eine höhere Zahl von Muttermalen und Leberflecken. Hat jemand einen Hautkrebsfall in der eigenen Familie, kann dies das eigene Risiko steigern. Auch manche Chemikalien und bestimmte Medikamente können Hautkrebs fördern. Nicht zuletzt wächst das Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter. © obs
Solarium
Dürfen Minderjährige ins Solarium? Nein. Seit 2009 ist unter 18-Jährigen die Benutzung von Solarien verboten. 2012 wurden die Vorschriften für Sonnenstudio-Betreiber nochmals verschärft. So gilt unter anderem ein Mindestabstand für Lampen. Das Personal muss jeden Kunden außerdem beraten. © dpa
Hautkrebs erkennen?
Wie kann ich Hautkrebs erkennen? Man sollte auf auffällige Hautstellen achten. Schwarze Melanome etwa können in sehr unterschiedlicher Form auftreten. Sie können zum Beispiel asymmetrisch sein, einen fransigen Rand haben, sich verfärben oder größer werden. Verdächtige Flecken sollten beim Hausarzt oder Dermatologen abgeklärt werden. © dpa
Sonnen
Gibt es eine Früherkennungsuntersuchung? Ja. Ab dem 35. Lebensjahr können sich gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre untersuchen lassen. Das Hautkrebs-Screening bezahlt die Kassen. © dpa-mm
Sonnencreme
Wie kann ich Hautkrebs generell vorbeugen? Da wichtigste ist ein guter Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung, Mützen und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um sich gegen Sonnenbrand zu wappnen. © dpa
Unter dem Sonnenschirm
Im Sommer sollte man sich vor allem mittags und am frühen Nachmittag besser im Schatten aufhalten. Zur Vorsicht raten Experten bei Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln, die mit dem Versprechen angepriesen werden, Hautkrebs vorzubeugen. Dafür gebe es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Belege. © dpa-mzv

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Kommentare