Studie: Höheres Herzinfarktrisiko durch Kalzium

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Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU) und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) werben in einem begehbaren Herzmodell für Organspenden (Archivfoto vom Tag der Organspende am 05.06.2010).

Wiesbaden - Kalzium ist zwar gut für die Knochen, in großen Mengen aber schlecht für das Herz: Zu viel Kalzium kann das Herzinfarktrisiko um 30 Prozent erhöhen.

Zu dieser Erkenntnis gelangten neuseeländische, amerikanische und schottische Forscher, die mehrere Studien mit insgesamt 12 000 Testpersonen ausgewertet hatten. Die Analyse ist im “British Medical Journal“ erschienen. “Die Ergebnisse der Studie sind ein ernstzunehmender Hinweis auf gesundheitliche Risiken durch Kalziumpräparate, wenn sie unkritisch eingesetzt werden“, sagte Prof. Hendrik Lehnert vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck.

Zu viel Kalzium fördere die Gefäßverkalkung und könne, wenn kein ergänzendes Vitamin B eingenommen werde, die Häufigkeit von Herzinfarkten erhöhen. “Kalziumpräparate sollten deshalb zurückhaltender und nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden“, riet deshalb am Mittwoch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Kalzium sei unverzichtbar, um Knochenabbau zu verhindern. Eine ausreichende Versorgung mit dem sogenannten Knochenbaustoff erfolge jedoch bei gesunden Menschen in der Regel durch die richtige Ernährung. So ist Kalzium beispielsweise in Käse, Milch, Grünkohl, Mandeln und vor allem auch Mohn enthalten.

Die empfohlene Tageszufuhr von Kalzium liegt für Erwachsene zwischen 450 und 1000 Milligramm. Zur Vorbeugung und Behandlung einer Osteoporose werden 1000 bis maximal 1500 Gramm empfohlen.

dpa

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