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Psychologie

Studie zum Lügen: Wer langsam antwortet, steht eher unter Verdacht der Schummelei

Eine Frau hält sich eine auf ein Blatt aufgemalte Verlängerung der Nase an ihr Gesicht (Symbolfoto)
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Würden Nasen beim Lügen wachsen, wäre Unwahrheit schneller zu entlarven (Symbolfoto).

Steuererklärung, Korruptionsskandale, Alters- oder Gewichtsangaben: Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Französische Forscher kommen in einer Studie nun zum Schluss, dass sich vor allem ein Personenkreis der Lüge verdächtig macht: Menschen, die langsam auf Fragen antworten.

Grenoble – Wer nur zwei Sekunden mit seiner Antwort zögert, hat verloren: Einer Studie aus Frankreich zufolge reicht das schon aus, um an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Bereits dieser kleine Moment lässt das Gegenüber unter Umständen an der Ehrlichkeit des Antwortenden zweifeln.* Publiziert wurden die Ergebnisse im Journal of Personality and Social Psychology. Den Forschern zufolge kann das vor allem für Polizeiverhöre oder Gerichtsverhandlungen Folgen haben.

In der Vergangenheit wurde immer wieder durch Studien bestätigt, dass Lügen der soziale Schmierstoff einer Gesellschaft sind; zumindest, wenn sie von geringer Relevanz sind und keinen Schaden anrichten. Gemeint sind damit eher Ausflüchte in die Kategorie Notlüge, wenn das Geschenk der Schwiegermutter zwar völlig geschmacklos, aber durchaus gutgemeint ist und die betagte Dame durch ein echtes Feedback nicht verletzt werden soll. Gelogen wird übrigens auch je nach Geschlecht völlig anders, das haben Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts (MPI) für Bildungsforschung und des Technion-Israel Institute of Technology ermittelt: Männer lügen, wenn es um den Job,* das Auto und die Freizeitaktivitäten geht. Frauen schwindeln eher, wenn es um ihr Alter, ihr Gewicht und ihre Einkäufe geht. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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