Umfrage: Intimchirurgie bei Männern im Trend

Berlin - Auch immer mehr Männer lassen nachbessern - unterm Chirurgenmesser oder mit Faltenspritzen. Eine Fachgesellschaft legt Zahlen vor. Penisvergößerungen liegen schon auf Platz sieben der "Hitliste".

Die Zahl der Männer, die ihr bestes Stück unters Messer legen, steigt. “Mittlerweile liegen Penisvergrößerungen auf dem siebten Platz der schönheitschirurgischen Eingriffe bei den Männern“, berichtete Sven von Saldern, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie am Mittwoch in Berlin. “Das hat uns selbst überrascht. Denn der Eingriff ist rein ästhetischer Art.“ Am häufigsten lassen Männer sich Fett absaugen, ergab eine - freiwillige - Befragung unter 1100 Patienten. Bei den Frauen liegt die Brustvergrößerung weiter ganz vorn (29 Prozent).

Obwohl bei ihnen Intimchirurgie nicht in den “TopTen“ landete, sei sie seit Jahren auch bei Frauen sehr nachgefragt, berichtet von Saldern. “Das hat bestimmt auch mit dem Trend zur Intimrasur zu tun.“ Anders als bei den Männern gebe es bei Frauen aber auch einen hohen Anteil von funktionellen Beschwerden, die durch eine Operation behoben werden könnten. “Bei den Männern ist da nur der Wunsch nach mehr Volumen. Ein psychologisch besonders sensibles Thema, denn nicht immer können die hohen Erwartungen erfüllt werden.“ Schließlich sei eine Penisvergrößerung kein Potenzmittel. “Ich glaube nicht, dass das ein Trend ist, der in die Breite streut“, räumt der plastische Chirurg ein. Aber anders als früher, rede man heute eben über das Thema.

Besonders beliebt - bei beiden Geschlechtern - sind zudem Injektionen mit Botox oder Faltenfüllmaterialien (Filler). Belastbare Zahlen, wie viele schönheitschirurgische Behandlungen in Deutschland insgesamt unternommen werden, gibt es aber nicht. “Insgesamt nimmt die Gesamtzahl der Eingriffe nach gewissen Schwankungen der vergangenen Jahre wieder zu“, sagte von Saldern. Der Hauptzuwachs liege bei den “sanften Verfahren“, also Injektionen mit Botox und Fillern.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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