Ab in die Oper

Unglaublicher Effekt: Darum sollten Sie viel öfter ins Theater gehen

Sie lieben Tanz, Gesang und Theater? Das könnte Ihnen ein paar Jahre mehr einbringen.
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Sie lieben Tanz, Gesang und Theater? Das könnte Ihnen ein paar Jahre mehr einbringen.

Sie gehen oft ins Theater, die Oper oder auf Konzerte? Dann machen Sie Alterforschern zufolge alles richtig. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

Wer sich für Kunst und Kultur begeistert, hat allem Anschein nach nicht nur ein beliebtes Hobby, das dem IQ förderlich ist, sondern tut auch seiner Gesundheit etwas Gutes. So fanden britische Forscher heraus, dass Theater-, Museum- und Konzertbesuche sogar lebensverlängernd wirken können.

Oper, Theater oder Ausstellung: Lässt Interesse an Kultur länger leben?

So würden ältere Menschen, die in regelmäßigen Abständen ins Theater gehen, Ausstellungen oder Konzerte besuchen, länger leben als Gleichaltrige, die dieses Hobby nicht teilen. In ihrer im Fachblatt British Medical Journal (BMJ) veröffentlichten Studie weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass dieser Zusammenhang nicht allein dadurch zu erklären ist, dass Kulturinteressierte sich generell besserer geistiger und körperlicher Gesundheit erfreuen würden. Vielmehr sei es das Interesse an kulturellen Veranstaltungen wie Konzerten, das sich lebensverlängernd auswirkt.

Für ihre Ergebnisse hatten die britischen Forscher Daten einer Langzeitstudie ausgewertet, an welcher 6.710 britische Männer und Frauen über 49 Jahren teilgenommen hatten. Zu Beginn der Erhebung gaben die Probanden an, wie häufig sie Konzerte, Oper, Theater, Museen, Kunstgalerien und Ausstellungen besuchen. Überraschend stellten die Studienleiter fest, dass diejenigen Studienteilnehmer, die ein- bis zweimal pro Jahr eine solche Veranstaltung besuchten, ein bis zu 14 Prozent geringeres Sterberisiko hatten als kulturell Desinteressierte. Wer noch häufiger Theater, Oper oder ähnliches aufsuchte, hatte sogar ein bis zu 31 Prozent niedrigeres Risiko, vorzeitig zu sterben.

Video: Auch die richtige Haltung lässt Sie länger leben 

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Stressabbau und Sinnfindung in kulturellem Engagement

Das Besondere: Selbst wenn Faktoren wie der allgemeine Gesundheitszustand oder die psychische Gesundheit berücksichtigt wurden, blieb der positive Einfluss bestehen. Da es sich aber um eine Beobachtungsstudie handelt, müssen dem Portal Wissenschaft aktuell zufolge weitere Studien folgen, um den positiven Effekt von kulturellen Veranstaltungen zu beweisen.

"Unsere Ergebnisse betonen, wie wichtig es ist, neue soziale Einflussfaktoren genauer zu untersuchen, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit haben", zitiert Wissenschaft aktuell Daisy Fancourt und Andrew Steptoe vom University College London. Ein kulturelles Engagement könne helfen, einen Sinn im Leben zu finden, durch emotionale Stabilisierung Stress abzubauen, die Kreativität zu stärken und sich so besser an veränderte Lebensumstände anzupassen.

Zur Studie

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jg

So gut ist Sport für die Psyche

Laufstrecke hinter Gefängnismauern - trotzdem verschafft der Sport einen freien Kopf. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Laufstrecke hinter Gefängnismauern - trotzdem verschafft der Sport einen freien Kopf. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Kaum etwas baut Stress so gut ab wie Sport. Einige Häftlinge der JVA Plötzensee in Berlin nehmen deshalb an einem regelmäßigen Lauftraining teil. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Kaum etwas baut Stress so gut ab wie Sport. Einige Häftlinge der JVA Plötzensee in Berlin nehmen deshalb an einem regelmäßigen Lauftraining teil. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Laufen gegen Stress: Am vierten Berliner 10- km-Lauf für Gefangene konnten Häftlinge aller Berliner Vollzugsanstalten teilnehmen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Laufen gegen Stress: Am vierten Berliner 10- km-Lauf für Gefangene konnten Häftlinge aller Berliner Vollzugsanstalten teilnehmen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Den Geist durch Sport befreien: Dabei hilft Lauftherapeutin Joanna Zybon unter anderem Häftlingen in der Berliner JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Den Geist durch Sport befreien: Dabei hilft Lauftherapeutin Joanna Zybon unter anderem Häftlingen in der Berliner JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Auch hinter Gefängnismauern tut Sport gut. Und nicht nur der Körper profitiert, sondern auch die Psyche. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Auch hinter Gefängnismauern tut Sport gut. Und nicht nur der Körper profitiert, sondern auch die Psyche. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Mit Banane und Müsliriegel gegen den Hunger nach dem Sport: Ein Teilnehmer des vierten Berliner 10-km-Laufs für Gefangene stärkt sich in der JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Mit Banane und Müsliriegel gegen den Hunger nach dem Sport: Ein Teilnehmer des vierten Berliner 10-km-Laufs für Gefangene stärkt sich in der JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Lauftherapeutin Joanna Zybon feuert ihre Schützlinge beim vierten Berliner 10-km-Lauf für Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee an. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Lauftherapeutin Joanna Zybon feuert ihre Schützlinge beim vierten Berliner 10-km-Lauf für Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee an. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Erinnerungsfoto nach dem Zieleinlauf - Joanna Zybon mit ihren Schützlingen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Erinnerungsfoto nach dem Zieleinlauf - Joanna Zybon mit ihren Schützlingen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl

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