Vorsicht, heiß! - Tipps für einen sicheren Grillabend

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Jährlich verletzen sich mehrere tausend Menschen beim leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer.

Wasserburg - Ob Bratwurst, Steak oder Gemüsespieß - Grillen gehört für die meisten Menschen zu den beliebtesten Sommeraktivitäten. Doch das Vergnügen ist nicht ganz ungefährlich:

Wohin man schaut, überall glüht die Holzkohle - auf dem Balkon, im Garten, im Park, an den Fluss- und Seeufern. Jährlich verletzen sich mehrere tausend Menschen beim leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer. Das fröhliche Essen findet dann ein jähes Ende. Stichflammen oder Verpuffungen entstehen zum Beispiel, wenn Ungeduldige Spiritus auf die glühenden Kohlen schütten. Schwere Brandblasen ziehen sich aber auch hungrige Esser zu, die das Fleisch statt mit der Grillzange mit den Händen vom Rost nehmen oder versehentlich in die Glut greifen. Auch aufgewirbelte Glut kann zu Verletzungen führen. Besonders gefährdet sind beim Grillen umstehende Kinder, denn aufgrund ihrer Körpergröße befindet sich der Grillrost oft in Kopfhöhe, so dass Flammen sie im Gesicht schwer verletzen können. Die Johanniter aus Wasserburg geben Tipps für die Erste Hilfe bei Brandverletzungen.

"Als Faustregel gilt: Bei Verbrennungen im Gesicht, an den Händen, Gelenken oder den Genitalien sofort unter 112 den Rettungsdienst rufen", erklärt Thomas Fuchs, Erste-Hilfe-Ausbildungsleiter der Johanniter in Wasserburg. "Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller, sollte man auf jeden Fall professionelle Hilfe rufen. Wichtig ist, dass die Brandwunden steril abgedeckt werden, damit sie sich nicht entzünden. Dafür kann zum Beispiel steriles Verbandtuch aus dem PKW-Verbandkasten verwendet werden. Bei kleinflächigen Verbrennungen, etwa von einem Finger, kann zur Schmerzlinderung, rund zwei Minuten, auch gekühlt werden, aber nicht mit eiskaltem Wasser."

Wenn die Kleidung einer Person durch Stichflammen Feuer gefangen hat, ist schnelles Handeln lebensrettend: Mit einer Decke können die Flammen erstickt werden, alternativ sollten die Helfer die betroffene Person auf dem Boden hin- und her wälzen und sie mit Wasser übergießen. Vorsicht ist beim Verwenden von Feuerlöschern geboten. Die Düse darf auf keinen Fall auf das Gesicht des Verletzten gerichtet sein. Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen: "Atem- und Kreislaufstörungen sind oft die Folge. Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der Rettungsdienst eintrifft", rät Fuchs.

Pressemitteilung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

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