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Biologisches Alter

Wie alt werde ich? Diese Marker verraten, wie es um Eure Lebenserwartung steht

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Lebenserwartung: Das verraten Eure Blutwerte

Manche Menschen würde es brennend interessieren zu erfahren, welches Alter sie erreichen werden. Dank präziser Methoden mithilfe von Biomarkern ist genau das nun möglich. Erfahrt hier, was fünf Blutmarker über Eure Lebenserwartung verraten können.

Laut Statistischem Bundesamt liegt derzeit die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland für neugeborene Jungen bei 78,6 Jahren, für neugeborene Mädchen sogar bei 83,4 Jahren. Wie alt ein Mensch voraussichtlich werden wird, hängt stark von seinem Lebensstil, wie etwa den Ernährungsgewohnheiten und äußeren Faktoren wie Stress, der genetischen Prädisposition sowie sozioökonomischen Faktoren ab.

Mithilfe eines neuen Verfahrens von Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und einer Studie kann das zu erwartende Lebensalter einer Person nun ziemlich genau vorhergesagt werden.

Wie alt werde ich? Fünf Blutmarker verbessern Vorhersage

Dass ein ungesunder Lebensstil einen Menschen schneller altern und möglicherweise früher sterben lässt, ist wissenschaftlich und medizinisch einschlägig belegt. Auch ist bereits bekannt, dass gesund lebende Menschen bis zu 17 Jahre länger leben als die Personen, die ein ungesundes Leben führen.

Welches biologische Alter ein Mensch letztlich erreicht oder erreichen könnte, hängt allerdings von seinen Erbanlagen und sozioökonomischen Faktoren ab. Bestimmte Biomarker im menschlichen Blut können den biologischen Alterungsprozess abbilden.

„Wir wollten nun wissen, ob wir die Lebenserwartung noch präziser vorhersagen können, wenn wir zusätzlich geeignete Serum-Biomarker bestimmen“, erklärt Professor Dr. Rudolf Kaaks, Epidemiologe am DKFZ, in einer Pressemitteilung.

Die Wissenschaftler validierten fünf Blut-Biomarker, die eng mit der Lebenserwartung korrelieren und zuverlässig und einfach messbar sind:

  • Biomarker 1 „Growth differentiation factor 15 (GDF-15)“: zeigt oxidativen StressEntzündungen und Mitochondrien-Fehlfunktion an. Mitochondrien sind die Kraftwerke der menschlichen Zellen und wandeln die aufgenommene Nahrung in nutzbare Energie um.
  • Biomarker 2 „Cystatin C-Spiegel“: gibt Aufschluss über die Nierenfunktion.
  • Biomarker 3 „NT-proBNP“: kann Hinweis auf Herzschäden liefern.
  • Biomarker 4 „Glykohämoglobin HbA1c“: ein erhöhter Wert signalisiert Diabetes und ungesunden Stoffwechsel.
  • Biomarker 5 „C-reaktive Protein CRP“: zeigt eine chronische Entzündung.

Das DKFZ-Team ermittelte für 25.000 Studienteilnehmer ein Profil mit Risikofaktoren, die die Lebensqualität und Lebensdauer negativ beeinflussen können: RauchenBody Mass IndexHüftumfangAlkoholkonsum, körperliche Aktivität, Diabetes sowie Bluthochdruck.

Männer, deren Profil geringste Risikofaktoren aufwies, deuteten auf eine 16,8 Jahre höhere Lebenserwartung hin – bei Frauen lag sie bei nur 9,87 Jahren.

Biomarker-Werte können Patienten motivieren, gesünder zu leben

„Der voraussichtliche Verlust an Lebenserwartung ist ein geeigneter und leicht verständlicher Messwert, den beispielsweise Ärzte nutzen können, um ihre Patientinnen und Patienten zu motivieren, ungesunde Gewohnheiten aufzugeben.

Auch könnten damit Menschen mit besonders hohen gesundheitlichen Risiken identifiziert werden, die von direkten Interventionen profitieren könnten“, erläutert Dr. Bernard Srour und Erstautor der Studie des DKFZ im Rahmen einer Pressemitteilung. „Durch die Kombination von Lebensstil-Faktoren plus Serum-Markern kann die Vorhersagekraft für die Lebenserwartung noch weiter verbessert werden.“

ID/red

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