Was wirklich hilft bei Nasenbluten

Berlin - Entgegen der weit verbreiteten Meinung, sollte bei Nasenbluten keineswegs der Kopf in den Nacken gelegt werden. Wie man stattdessen reagieren sollte:

„Dadurch läuft das Blut nach hinten in den Rachen und durch die Speiseröhre in den Magen. Das kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Blut in die Atemwege gerät. Das ist besonders gefährlich, wenn der Patient ohne Bewusstsein ist“, warnt Winfried Goertzen vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Bewegung ist die beste Medizin

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Stattdessen sollte man den Kopf nach vorne beugen und die Nasenflügel für einige Minuten zusammendrücken. „Wenn möglich sollte sich der Patient dazu aufrecht hinsetzen, um den Blutdruck im Kopf zu verringern“, empfiehlt Goertzen. Unterstützend kann man einen kalten Lappen oder ein Kühl-Pack in den Nacken legen. Dadurch ziehen sich die Blutgefäße zusammen.

„Blutet die Nase nach 20 Minuten immer noch, droht ein zu hoher Blutverlust. Bei Kindern sogar schon nach 10 bis 15 Minuten. Der Patient muss dann umgehend zum HNO-Arzt“, sagt der Mediziner. Diese gelte auch dann, wenn die Nase häufig blute.

dapd

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