Die zehn Mythen im Fitness-Sport

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Rosenheim/Landkreis (OVB) - Der Weihnachtsbraten ist verdaut, aber so mancher "Rettungsring" um die Hüften über die Festtage noch rundlicher geworden.

Gerade zum Jahreswechsel nehmen sich wieder viele vor, ihre überflüssigen Pfunde mit Sport und Bewegung loszuwerden. Genau der richtige Zeitpunkt, um mit ein paar Mythen um Muskeln und Fett aufzuräumen.

Noch nie war es so einfach, sich Tipps und Tricks fürs individuelle Fitnesstraining zu beschaffen, sei es im Internet, in der Zeitung oder im Fernsehen. Dabei tut sich der Laie schwer, wissenschaftlich fundierte Fakten von unseriösen Ratschlägen zu unterscheiden. Auf diese Weise sind viele Mythen im Fitnesssport entstanden, die sich kontraproduktiv auf die Leistung auswirken können oder sogar gesundheitsgefährdend sind. Dies sind die zehn häufigsten Fitness-Irrtümer:

1. Dehnen vor dem Sport schützt vor Verletzungen

Statisches Dehnen vor dem Sport bietet keinen wissenschaftlich belegten Schutz vor Verletzungen. Gründliches Aufwärmen hingegen ist eine unabdingbare Verletzungsprophylaxe.

2. Dehnen hilft gegen Muskelkater

Ein Muskelkater ist das Resultat winziger Muskeltraumata, hervorgerufen durch sehr intensive Belastungsreize. Dehnen stellt einen weiteren Reiz dar, der sich in diesem Fall kontraproduktiv auf die Regeneration auswirkt.

3. Fett verbrennt man nur bei langen Trainingseinheiten im niedrigen Pulsbereich

Fett wird von der ersten Minute an verbrannt. Je intensiver die Belastung, desto höher ist die absolute Fettverbrennung. Mit maximal 30-minütigem Intervalltraining werden die besten Resultate erzielt.

4. Krafttraining macht Frauen muskulös

Aufgrund des sehr niedrigen Testosteronspiegels können Frauen nicht in dem gleichen Umfang Muskelmasse aufbauen wie Männer. Ohne Aufbaupräparate werden die Muskeln lediglich definierter.

5. Ein starker Rücken kennt keine Schmerzen

Ein isoliertes Rückentraining reicht nicht aus, um Rückenschmerzen nachhaltig entgegenwirken zu können. Vielmehr muss ganzheitlich trainiert werden - Schulter-, Rücken-, Hüft-, Bein- und Bauchmuskulatur.

6. "Sixpack" durch intensives Bauchmuskeltraining

Starke Bauchmuskeln allein machen noch keinen "Sixpack". Entscheidend ist der Körperfettgehalt. Um diesen niedrig zu halten, empfiehlt sich ein Gesamtkörpertraining mit Intervalleinheiten im Ausdauerbereich

7. Der Mythos der berechneten individuellen Trainingsherzfrequenz

Die oft verwendete Formel zur Berechnung der maximalen Herzfrequenz (220 minus Lebensalter) besitzt keine allgemeine Gültigkeit. Bei mehr als 70 Prozent der Bevölkerung weicht der tatsächliche Wert um zehn bis zwölf Herzschläge ab.

8. Von Krafttraining nimmt man nicht ab

Intensives Krafttraining, vor allem in Zirkelform, hat durch seinen Intervallcharakter ähnliche Effekte wie ein Ausdauertraining.

9. Muskeln werden zu Fett bei Trainingsstopp

Muskeln können nicht in Fett umgewandelt werden. Wenn jedoch die Ernährung nicht an den geringeren Bewegungsumfang angepasst wird, lagert der Körper die überflüssigen Kalorien im Körperfett ein.

10. Eiweißdrinks steigern den Muskelaufbau

Eiweißdrinks alleine bewirken gar nichts. Nur in Kombination mit intensivem Krafttraining helfen sie bei der Muskelregeneration und dem Muskelaufbau.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © re

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