Dokumentarfilmfestival in Bad Aibling

Nonfiktionale startet in die siebte Auflage

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Bad Aibling - Am Anfang stand ein Motto, das wie in jedem Jahr die Filme und Diskussionen zusammenhält. Nun schon zum siebten Mal lädt die Nonfiktionale nach Bad Aibling.

Vom 13. bis 16. März 2014 steht die oberbayerische Stadt vier Tage lang ganz im Zeichen des Dokumentarfilms. Und wie immer schließt sich eine thematische Klammer um das Programm. „Der geliehene Blick“ rückt heuer in den Fokus. Zu sehen sind Filme, die sich Bilder, Töne oder Texte aus anderen Kontexten einverleiben und damit eigene, neue filmische Wege beschreiten.

Am Ende stand ein Programm. Aus 140 Einreichungen haben die sechs Festivalmacher insgesamt 20 Filme ausgesucht. Das Spielfeld der Möglichkeiten ist dabei weitgespannt: Es reicht von Schallplattenaufnahmen indischer Kriegsgefangener aus den 20er Jahren („The Halfmoon Files“, am 14. März, um 19:00 Uhr) über eine skurrile Expedition in imaginäre Welten („Terra Incognita“, am 15. März, um 14:00 Uhr) bis hin zum Versuch, die eigene Kindheit in einer Kommune emotional wie auch filmisch zu verarbeiten („Meine keine Familie“, am 16. März, um 14:00 Uhr). Erneut treffen kurze Filme auf lange, spielerische Zugangsweisen auf poetische, kritische Reflexionen auf melancholische Rückblicke. Und manchmal ist das Ganze einfach nur Rock’n’Roll. Die Macher kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Filme sind zwischen 2 und 120 Minuten lang und sind zwischen 1999 und 2013 entstanden. Im Anschluss an jede Filmvorführung ist ausreichend Zeit, um mit den Filmemachern und dem Publikum zu diskutieren. Denn das Reden über die Filme ist bei der Nonfiktionale von jeher essentiell.

Eine Jury – bestehend aus dem Innsbrucker Festivaldirektor Helmut Groschup, dem Filmemacher und Filmhochschulprofessor Heiner Stadler und dem Regisseurinnengespann Sigrun Köhler und Wiltrud Baier alias Böller und Brot – darf am Ende, bei der Preisverleihung am Sonntag, dem 16. März, um 19:30 Uhr, zwei Preisträgerfilme küren. Der Nonfiktionale-Preis in Höhe von 2.000 Euro geht an einen herausragenden, thematisch relevanten Film. Die gelungenste Montage wiederum wird mit dem heuer erstmals vergebenen AVID-Schnittpreis ausgezeichnet.

Neben den beiden Hauptpreisen vergibt auch diesmal wieder eine dreiköpfige Schülerjury des Gymnasiums Bad Aibling den von Aiblinger Bürgern gestifteten Bürgerpreis in Höhe von 500 €. Die Schülerjury ist Teil der medienpädagogischen Arbeit, die von Beginn an ein Herzstück der Nonfiktionale war. Was Dokumentarfilme auf einer großen Leinwand auszulösen vermögen und wie vielgestaltig Erzählweisen sein können, möchten die Festivalmacher nicht zuletzt gerne einem jungen Publikum nahebringen.

Offiziell eröffnet wird das Festival am 13. März, um 19.30 Uhr im Aibvision Filmtheater mit „Majubs Reise“ von Eva Knopf. Der Film begibt sich auf die Spuren eines Afrikaners, der sich im Deutschland der 30er Jahre nicht immer mit der Statistenrolle zufriedengeben wollte. Alle übrigen Filme sind im traditionsreichen Lindenkino zu sehen.

Pressemitteilung Nonfiktionale

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