Bühnenbildner baut "bayerische" Aida

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Hipp ist auch ein begnadeter und gefragter Künstler, speziell auch bei der Gestaltung spektakulärer Bühnenbilder. Eines seiner anspruchsvollsten Projekte in diesem Jahr: Gemeinsam mit Studenten im georgischen Tiflis, wo Claus Hipp seit zehn Jahren an der staatlichen Kunstakademie als Professor arbeitet, plant und konzipiert er die immer wieder beeindruckenden Bühnenbilder für das Opernfestival Gut Immling im Chiemgau.

Pfaffenhofen - Claus Hipp ist nicht nur Unternehmer, sondern seit zehn Jahren auch Professor für Malerei. Ein Mal im Jahr nimmt er sich Zeit, um ein besonderes Kunstwerk zu schaffen:

Das Bühnenbild für eine große Oper beim Opernfestival Gut Immling im Chiemgau vom 18. Juni bis 14. August. Sein Meisterwerk in diesem Jahr: die Kulisse für Verdis Monumental-Oper Aida.

„Dafür stehe ich mit meinen Namen“ – mit diesem Qualitätsversprechen für seine Babynahrung wurde der Münchner Unternehmer Claus Hipp bundesweit zum Fernsehstar. Was die wenigsten wissen: Hipp ist auch ein begnadeter und gefragter Künstler, speziell auch bei der Gestaltung spektakulärer Bühnenbilder. Eines seiner anspruchsvollsten Projekte in diesem Jahr: Gemeinsam mit Studenten im georgischen Tiflis, wo Claus Hipp seit zehn Jahren an der staatlichen Kunstakademie als Professor arbeitet, plant und konzipiert er die immer wieder beeindruckenden Bühnenbilder für das Opernfestival Gut Immling im Chiemgau.

Das Opernfestival Gut Immling zählt zu den mittlerweile meistbesuchten Musikfestivals in Deutschland und zu den Highlights des bayerischen Festspielsommers: große Oper vor der Kulisse der bayerischen Alpen im Herzen des Chiemgaus. Ein Event mit internationalen Künstlern und aufwendigen Eigeninszenierungen in direkter geografischer Linie zwischen dem grünen Hügel von Bayreuth und den Salzburger Festspielen. 16.000 Besucher werden zu diesem Kulturhighlight erwartet. Verdis Oper Aida in der von Claus Hipp entworfenen und eigenhändig mit gebauten Kulisse soll 2011 der Höhepunkt dieser Immlinger Opernfestspiele werden.

Auf vielen Kontinenten hat der heute 72-Jährige bereits die Menschen mit seiner Kunst fasziniert. In seinem Atelier in einem alten Forsthaus entstehen jährlich bis zu 50 Bilder, die bereits in Ausstellungen von New York über Paris bis nach Kiew und Sankt Petersburg begeisterten.

Die Arbeit für das bayerische Gut Immling liegt ihm aber seit vielen Jahren besonders am Herzen: „Die Leidenschaft und das Herzblut, mit dem dort Opern in einem einmaligen Umfeld inszeniert werden, beeindruckt mich jedes Jahr aufs Neue“, sagt Hipp. „Die hohe musikalische Qualität, die exzellenten Sänger und die spannende Regie machen jede Inszenierung auf Immling zu einem Erlebnis. Mich überzeugt das Konzept einer Oper, die zu den Menschen kommt“, meint der Kunst-Professor, der sich auch als Sponsor seit vielen Jahren für das Festival engagiert. Die Begeisterung im Publikum lasse sich mit Händen greifen.

Der Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Bühnenhintergrund ist lang und dauert rund ein Jahr. Inzwischen ist es zu einer festen Tradition geworden, dass Hipp gemeinsam mit seinen georgischen Kunststudenten in Tiflis das Bühnenbild für Gut Immling konzipiert, plant und umsetzt. „In Georgien überlege ich gemeinsam mit meinen Studenten, wie wir etwas Spannendes, Einzigartiges schaffen können“, erklärt Hipp, der auch der Deutsch-Georgischen Wirtschaftsvereinigung vorsteht und in München Honorarkonsul für das kleine Land im Kaukasus ist.

Was Claus Hipp und seinen Studenten an finanziellen Ressourcen und räumlichen Möglichkeiten bei der Realisierung ihrer Ideen fehlt, machen sie regelmäßig mit Kreativität, Einfallsreichtum und Originalität wett: Verdis Aida hat ihren großen Auftritt in diesem Jahr vor dem riesigen Thron des Pharaos. Außerdem wird eine Riege von Kriegsherren von Napoleon bis Gaddafi in Form von 2,50 Meter hohen Figuren bei der Inszenierung zum Einsatz kommen. In Georgien sind Skizzen und Modelle entstanden. Die praktische Umsetzung in Originalgröße erfolgte vor Ort auf Gut Immling, unterstützt von dem renommierten Bühnenmaler Karl Witti, bekannt vom Nockherberg und den Passionsspielen in Oberammergau.

Wenn am 18. Juni „Aida“ auf Gut Immling Premiere feiert, dann wird auch Claus Hipp im Publikum sitzen. Doch wenn die ersten Takte des Triumphmarschs verklungen sind, wird er in Gedanken die Welt der Pharaonen schon verlassen haben – und Pläne schmieden, wie er seine georgischen Studenten und das Immlinger Publikum 2012 begeistern kann.

Pressemitteilung Opernfestival Gut Immling

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