CRS: Zwiespältiges Echo

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Übersee - Die Bilanz der Polizei zum Chiemsee Reggae-Festival fiel durchwegs positiv aus, die im Gemeinderat eher zwiespältig. **CRS-Special**

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Das Sicherheitsniveau konnte trotz geringerem Kräfteeinsatz gehalten werden, berichtete Bürgermeister Marc Nitschke in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Detailliert ließ er das Fest mit Besucherzahlen, Transportmitteln, Delikten, Sicherheitseinsatz Revue passieren.

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Bereits das erste Konzert am Mittwoch, 25. August, sei mit 16.500 Gästen ausverkauft gewesen. Mit 28.500 Besuchern dann waren auch die Wochenendveranstaltungen voll besetzt. Rund 16.000 Gäste reisten mit der Bahn an. Eine Person wurde wegen Verdacht auf Bandendiebstahl festgenommen. Am Freitag, so der Bürgermeister, setzte ein Sturmlauf auf die Verbrauchermärkte ein, die diesen Ansturm per "Blockabfertigung" meisterten. Am Samstag verschlammte das Gelände wehen des Regens, der Wiesenparkplatz wurde gesperrt. Das nördlich der Bahn gelegene Areal wurde für die Fahrzeuge geöffnet und ein Shuttleverkehr eingerichtet. An der vom "Bündnis Rabatz" angekündigten Demonstration gegen eine Band beteiligten sich nur 30 Teilnehmer. Samstag wie Sonntag habe es keine besondere Vorkommnisse gegeben, bei der Abreise dann. Wartezeiten am Bahnhof.

Eindrücke vom CRS 2010

Der Sonntag auf dem Reggae Summer - 6

Die Bilanz der Polizei wies 47 stark alkoholisierte Jugendliche (76 im Vorjahr) auf, ferner 30 Diebstähle.

Der Sonntag auf dem Reggae Summer - 2

Da viele Besucher bereits am Dienstag anreisen, dann an der Mittwochsveranstaltung teilnehmen und erst am Montag wieder abreisen, habe sich das Wochenendfestival fast auf eine Woche ausgedehnt, meinte Klaus Stöger (CSU). Die Anlieger würden nun fast eine ganze Woche belastet und dies sollte allen bewusst sein.

Chiemsee Reggae Summer 2010 am 27.08.2010

Über die Müllberge beschwerte sich Hans Schönberger (FBL). Seiner Ansicht nach gehören im Zeltlager Container aufgestellt. Auch leide das Gelände sehr, zumal das Fest nun fünf Tage dauert. Bürgermeister Nitschke erinnerte an den "Grünen Campingplatz", der heuer zum ersten Mal für alle, die keinen Müll machen und es nachts ruhig haben wollen, ausgewiesen wurde.

"'Schlammschlacht' ist kein Aushängeschild"

Da die Besucherzahl angestiegen ist, müsse man sich die Frage stellen, wie viele Besucher das Gelände vertrage, fügte Paul Reichl (CSU) an. Diese "Schlammschlacht" sei kein Aushängeschild für Übersee. Die Besucher würden immer jünger, die Veranstaltungen länger, Schlamm, Dreck und Besucherzahl größer, so Reichl. Für die Gemeinde sehe er keinen großen Nutzen. Man dürfe aber nicht tatenlos zusehen, denn sonst platze eines Tages die Bombe.

CRS am Samstag: Matsch, Reggae, Party (Teil4)

Franz Gnadl (SPD) erinnerte an den Auflagenkatalog und betonte, dass er ein Befürworter der Veranstaltung sei. Allerdings dürfe die Mittwochskonzertveranstaltungen nicht dem Reggae-Festival verbunden werden. Heuer habe es aber sogar ein Kombiticket gegeben, bedauerte er.

CRS am Samstag: Matsch, Reggae, Party (Teil1)

Für Übersee sei das Fest nicht tragbar, meinte hingegen Anton Stefanutti (Bündnis 90/Die Grünen). Er habe gewarnt, dass der Dreck, die Belastung für Übersee zu nehme. Irgendwann werde der Punkt kommen, an dem man sagen müsse, dass nun Schluss sei.

Bombenstimmung beim Chiemsee Reggae Summer

Nach der Information über das Reggae-Festival sprach sich der Gemeinderat einhellig dafür aus, wie schon in den vergangenen sechs Jahren den Überseern Geschäften zu erlauben, ihre Läden am Reggae-Sonntag, 28. August 2011, von 12 bis 17 Uhr zu öffnen.

tb/Chiemgau-Zeitung

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Rubriklistenbild: © re

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