Das erste Heimspiel für Claudia Koreck

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Rosenheim - Mit ihrem Hit "Fliang" wurde die Traunsteinerin Claudia Koreck vor zwei Jahren bekannt. Jetzt gibt sie am Sonntag, 26. Juli, um 19 Uhr ihr erstes großes Konzert in ihrer Heimatstadt auf dem Stadtplatz.

Vorher war sie zum Aufwärmen mit kleiner Besetzung beim Regional Fernsehen Oberbayern (RFO) in Rosenheim. Dieses Special wird am Samstag und am morgigen Sonntag um 20 Uhr ausgestrahlt. Im Interview mit unserer Zeitung plauderte Claudia Koreck über ihre Heimat Traunstein und die Idee zu "Fliang".

Frage: Sie haben nächste Woche ihr erstes richtiges Heimspiel in Traunstein.

Koreck: Ja, es wird mein erstes richtiges Konzert dort sein. Bisher haben wir nur einmal kurz am Stadtfest gespielt.

Frage: 120 Konzerte liegen hinter Ihnen. Von den vier, die außerhalb von Bayern stattfanden, musste eines sogar mangels Interesse abgesagt werden. Funktioniert Claudia Koreck nur dort, wo man Sie auch wirklich versteht?

Koreck: Grundsätzlich glaube ich das nicht. Musik funktioniert überall, da ist es gar nicht so wichtig, ob man den Text versteht. Im letzten Jahr kannte mich halt außerhalb von Bayern fast niemand. Heuer ist es schon besser, mein Auftritt beim Bundesvision Song Contest hat da einiges bewegt. In Stuttgart waren jetzt immerhin schon 250 Besucher da, Köln lief auch ganz gut, Berlin und Hamburg schwächeln noch.

Frage: Die neue CD heißt "Barfuaß um die Welt". Sie wohnen nicht mehr in Traunstein, sondern in München. Das hört sich nach Aufbruch an. Wohin führt denn gerade der Weg der Claudia Koreck?

Koreck: Ich war schon immer sehr offen, was andere Menschen und andere Kulturen betrifft. Und auf meiner großen Reise habe ich jetzt erst recht Blut geleckt. Es war einfach eine wunderschöne Erfahrung für mich, am anderen Ende der Welt bairisch zu singen und zu sehen, dass meine Musik auch dort die Menschen bewegt. Aber ich vergesse dabei ganz sicher nicht meine Heimat, meine Freunde, meine Familie. Das lässt sich mit nichts vergleichen. Dort habe ich einfach ein Gefühl, das sich nicht woanders hinzaubern lässt.

Frage: Auch nicht in München?

Koreck: Nein, ganz sicher nicht. Aber in München taugt es mir schon sehr, es ist einfach eine inspirierende Stadt. Musikalisch ist immer etwas los, bei uns in Traunstein hat gerade der letzte Pub mit Live-Musik geschlossen.

Frage: Wo haben Sie denn die besten Ideen?

Koreck: Die Ideen kommen mir überall. Aber ausarbeiten kann ich sie am besten in Ruhe zu Hause in Traunstein, weil da nicht gleich jeder Nachbar hört, was ich singe.

Frage: Und wo hatten Sie die Idee zu "Fliang"?

Koreck: In der Nähe vom Chiemsee, als ich mit 16 mit ein paar Freundinnen mit dem Radl unterwegs war. Da hatte ich die Idee für den Text. Die Musik habe ich dann in Traunstein in meinem Kammerl komponiert. "Fliang"' landete dann aber erst einmal in der Schublade, meine Eltern mochten es witzigerweise nicht besonders. Ich hab es dann erst wieder hervorgekramt, als ich meine erste CD aufnehmen durfte. Und als wir das Album dann jemand vom Radio vorstellten, hieß es plötzlich: "Das gefällt uns, das würden wir gerne spielen."

Frage: Haben Sie sich an das Musikerleben gewöhnt?

Koreck: Ja, der überraschende Erfolg mit "Fliang" ist ja jetzt schon fast zwei Jahre her. Was immer noch nervt, sind die vielen geschäftlichen Dinge, die auf einen zukommen.

Frage: Haben Sie bei allem Trubel noch genügend Zeit fürs Kammerl in Traunstein?

Koreck: Wenn wir auf Tour sind, habe ich kaum die nötige Ruhe, um einmal einen neuen Song zu komponieren. Da ist es dann ganz gut, wenn ich nach den vielen Auftritten auch mal wieder nach Hause komme.

ha

Rubriklistenbild: © pa

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