Django 3000: Mit "Heidi" zum Erfolg

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Chiemgau - "Gypsy-Pop" aus dem Chiemgau: Im Interview erzählt Florian Staflinger, woher die 3000 kommt und was so "Django" an ihnen ist.

Django3000, das sind vier Musiker aus der Region, die derzeit die Volksmusikszene neu aufmischen. Flo Staflinger, Jan-Philipp Wiesmann, Michi Fenzl und Kamil Müller sind musikalische Brüder im Geiste.

Mit einer kleinen Prise Balkan-Beats und einem zünftigen Schuss Bayerisch entsteht ihr "Gypsy-Pop", wie die Burschen ihren Stil selbst beschreiben.

Django 3000 - der futuristische Reinhardt

Ihren ersten Hit "Heidi" luden die Jungs im September 2011 auf der Internet-Plattform YouTube hoch. Mittlerweile haben dieses Video rund 167.000 Menschen gesehen und es werden täglich mehr. Durch das Video wurden schließlich auch Plattenfirmen auf die Bayern aufmerksam.

Jetzt hat die Band auch ihr erstes Album veröffentlicht. Erschienen ist es am 28. Februar 2012 und sofort auf Platz 85 der Album-Charts eingestiegen. Elf Songs haben Django 3000 auf ihrer Debüt-CD zusammengetragen, gespielt auf Gitarren, Geigen, Kontrabass und Schlagzeug. Und man hört in jedem Song: „so weit umananda, san no ned vui ganga“.

Wir haben mit Florian Staflinger telefoniert und ein paar Fragen gestellt, die uns unter den Nägeln gebrannt haben:

In Eurem Bandnamen „Django 3000“ steckt das Django vom französischen Jazz-Musiker Django Reinhardt. Wieviel „Django“ steckt denn noch in Eurer Musik?

Den Gypsy-Swing, den Reinhardt geschaffen hat, haben wir in unsere Musk übernommen. Das ist die Verbindung, die zwischen Django Reinhardt und uns besteht.

Die Zahl 3000 soll ja, so hab ich es gelesen, von einem „Supergetränkemarkt Heinrich 3000“ kommen. Stimmt das? Oder was hat es sonst mit der 3000 auf sich?

Wir fanden die Zahl futuristisch und neu - die Verbindung von Gipsy und Pop ist ja auch neuartig. 2000 gibt’s ja schon und das Jahr 2000 ist ja auch schon lange vorbei. Und diesen „Supergetränkemarkt Heinrich 3000“ gibt es wirklich, in Kornwestheim bei Stuttgart.

Wenn jetzt jemand „Heidi“ noch nicht kennt - wie würdet ihr ihm oder ihr euren Musikstil beschreiben?

Wir nennen ihn Gypsy-Pop: Tanzbarer, Bayerischer Zigeuner-Pop.

Wieso singt ihr auf Bayerisch?

Würden wir Hochdeutsch singen, würden wir uns total lächerlich machen. Auf Bayerisch klingen wir ehrlicher und damit machen wir auch nichts falsch.

Es gab ja ein riesiges Presseecho. Hat euch das erstaunt?

Natürlich haben wir von Anfang an gemerkt, dass wir mit unserer Musik gut ankommen. Es ist echt wahnsinnig toll, so viel positives Feedback zu kriegen.

Was sind eure Ziele, worauf hofft ihr noch für die Zukunft?

Ein klar gestecktes Ziel haben wir nicht. Wir hoffen natürlich, auch über die bayerischen Grenzen hinaus bekannt zu werden, vielleicht sogar im Ausland. Wir wollen natürlich alle gesund bleiben und das momentane hohe Tempo durchhalten.

LaBrassBanda kommen aus der gleichen geografischen Ecke wie ihr. Hofft ihr auch, so einzuschlagen?

Musikalisch sind wir mit LaBrassBanda überhaupt nicht vergleichbar. Natürlich freuen wir uns für die Jungs, dass es bei ihnen alles so klasse hingehauen hat. Und natürlich hoffen wir auch auf den durchschlagenden Erfolg.

Dann wünschen wir euch viel Glück, viel Erfolg und eine Menge Durchhaltevermögen. Danke für's Gespräch!

Das Interview führte Svenja-Anna Hilpert

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