ECHO-Preisträger eröffnen Rathauskonzerte

Wasserburg - Die diesjährigen Wasserburger Rathauskonzerte werden am Freitag, 11. März, vom Minguet Quartett aus Köln eröffnet - den ECHO Klassik-Preisträger 2010.

Das Minguet Quartett aus Köln.

Wasserburg - Das in Köln beheimatete Minguet Quartett wurde 1988 gegründet und tritt in seiner heutigen Besetzung mit Ulrich Isfort (1. Violine), Annette Reisinger (2. Violine), Aroa Sorin (Viola) und Matthias Diener (Violoncello) am Freitag, 11. März 2011, um 20 Uhr im Wasserburger Rathaussaal auf. Der Namenspatron des Ensembles ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen – für das MINGUET QUARTETT ist dieser Gedanke künstlerisches Programm. Die vier Musiker absolvierten ihr Kammermusikstudium an der Folkwang-Hochschule Essen und erhielten darüber hinaus wichtige Impulse durch die Zusammenarbeit mit Walter Levin (LaSalle Quartett) sowie den Mitgliedern des Amadeus, Melos und Alban Berg Quartetts. Die Kunststiftung NRW hat einen Satz wertvoller Streichinstrumente erworben und stellt diese dem MINGUET QUARTETT als Dauerleihgabe für ihre Konzertauftritte zur Verfügung.

Das Programm am 11. März eröffnet Robert Schumanns Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3. Am 8. Juni 1842 nahm Schumann die Arbeit an seinen drei Streichquartetten op. 41 auf und rechtzeitig zum Geburtstag seiner Frau Clara lagen am 13. September die fertigen Manuskripte auf ihrem Gabentisch. Die Stimmenausgaben sollten dann zum Geburtstag des Widmungsträgers Felix Mendelssohn-Bartholdy bereit stehen.

Daran schließt sich vor der Pause das „Jagdquartett“ (2003) des 1973 geborenen Münchner Klarinettisten und Komponisten Jörg Widmann. Das Werk zeugt von vollendeter Gestaltungskraft und darüber hinaus vom Spürsinn für die Musik unserer Zeit. Widmann beginnt „seine Jagd“ im Tempo „allegro vivace assai“ mit dem Finalthema von Schumanns Papillons. Der Komponist demontiert schließlich das thematische Material seines grimmigen Quartetts, lässt die Spieler ihre Bögen durch die Luft peitschen und skelettiert letztlich die Beute seiner musikalischen Jagd.

Nach der Konzertpause gelangt das Streichquartett f-moll op. 80 von Felix Mendelssohn-Bartholdy zur Aufführung. Der 1827 verstorbene Beethoven hatte mit seinem Streichquartett-Spätwerk die Tür zu einer neuen musikalischen Epoche aufgestoßen – Aufforderung und Herausforderung für nachfolgende Generationen. Felix Mendelssohn-Bartholdy stellte sich diesem klassischen Erbe mit sechs vollendeten Werken, die sein kurzes Leben umspannten: Sein 1. Streichquartett schrieb er 1829, das letzte in f-moll op. 80 in seinem Todesjahr 1847.

Eintrittskarten gibt es im Konzertjahr 2011 erstmals über den Ticket-Service der Sparkasse Wasserburg a. Inn (Tel. 08071 / 101-129 – E-Mail: ticketservice@sparkassewasserburg.de oder bei einer der Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg a. Inn. Auskünfte zur gesamten Jahresreihe der Rathauskonzerte erteilt nach wie vor die Stadtverwaltung Wasserburg a. Inn unter der Tel. Nr. 08071 / 10-12.

Pressemitteilung der Stadt Wasserburg a. Inn

Rubriklistenbild: © Stadt Wasserburg

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