Leute aus Rosenheim als Kunstwerke

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Ein Werk aus dem Rosenheimer Gemälde-Zyklus „In aller Öffentlichkeit“ von Ekaterina Zacharova

Rosenheim - Die Rosenheimer Innenstadt wird zur Galerie: Die Künstlerin Ekaterina Zacharova stellt ihre Werke "In aller Öffentlichkeit" in den Schaufenstern der Geschäfte aus!

Seit einem Jahr bewegt das Kunstprojekt „In aller Öffentlichkeit“ von Ekaterina Zacharova die Stadt Rosenheim: Erst, als die Künstlerin im vergangenen Sommer das Leben der Innenstadt auf Leinwand festhielt und dabei en passant mit den Besuchern der Fußgängerzone über ihre Kunst ins Gespräch kam. Als Modelle für den modernen Stadtmenschen hielten sie in ihren Gemälden Einzug. Dann im April und Mai diesen Jahres, als Ekaterina Zacharova Schüler, OVB-Leser und Freunde aufforderte, direkt an ihrer Kunst mitzuwirken. Sie brachten sich durch die Titelfindung für die insgesamt 28 Bilder des Zyklus‘ ein. Und nun im Vorfeld der großen Ausstellung, wenn die Rosenheimer Innenstadt zur Galerie wird.

Vom 21. Juni bis 11. Juli 2011 werden die Gemälde in den Schaufenstern der Geschäfte rund um den Stadtkern zu sehen sein. Und zwar dort, wo sie entstanden sind: Die Bilder spiegeln das Leben direkt wider, denn die Dimension Zeit ist an dieser Stelle vernachlässigbar. Die Stadt und ihre Menschen stellen sich selbst aus und dar: Subjekt und Objekt fallen zusammen. Die Diskussion um Original und Abbild wird aufgeworfen und bewegt die Gemüter. Auch jene, die bisher wenige Berührungspunkte mit bildender Kunst hatten. Denn es stellt sich die Frage: Wenn die Stadt zum Kunstobjekt und gleichzeitig zur Galerie wird, sind dann nicht auch die Menschen ein Teil der Kunst?

„Es ist die ureigenste Aufgabe der Kunst, zu bewegen und Kommunikation zu initiieren“, betont Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. „Ekaterina Zacharova ist das hervorragend gelungen. Wir sind stolz darauf, dass sie unsere Stadt für dieses einzigartige wie innovative Kunstprojekt gewählt hat.“ Zacharova, deren künstlerische Wurzeln in Moskau sind, sieht „In aller Öffentlichkeit“ einerseits in der russischen Tradition der „Ausstellungen, die sich bewegen“, einer Kunstbewegung, die Ende des 19. Jahrhunderts in ihrem Heimatland Aufsehen erregte. Andererseits betont die Malerin den durch und durch demokratischen Aspekt des Projekts; die Gemälde sind als allgemeines Kulturgut unverkäuflich und das Projekt dadurch nicht kommerziell.

(Pressemitteilung)

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