Evrus Klaviertrio - Musik des "Ostwindes"

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Wasserburg - Das zur Zeit immer bekannter werdende Klaviertrio Evrus, welches aus drei jungen Frauen besteht, führt ein Konzert im Wasserburger Rathaussaal.

Im Jahr 2000 haben sich drei junge Musikerinnen, die sich während ihres Studiums an der Hamburger Musikhochschule kennen lernten (Ljudmilla Minnibaeva – Violine, Bettina Barbara Bertsch – Violoncello und Tinatin Gambashidze – Klavier), zu einem Kammermusik-Ensemble zusammengeschlossen. Sie gaben sich den allgemein unbekannten Namen Evrus im Titel, den sie – dem Artemis Streichquartett ähnlich – einer griechischen Gottheit (des Ostwindes) entliehen. Aus dem neu gegründeten „Master Studiengang Kammermusik“ an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater hervorgegangen, verlief ihre Erfolgskurve steil, nicht zuletzt dank der erfahrenen Mentoren ihres künstlerischen Werdegangs (Niklas Schmidt, Alban Berg Quartett), gewiss auch infolge der Teilnahme an renommierten Meisterkursen (Beaux-Art Trio, Bruno Canino sowie dem Borodin- und Guarneri- Quartett). Kein Wunder, dass das versierte Ensemble mit Konzerten, Einladungen zu Festivals sowie mit Rundfunk- und Fernsehproduktionen überhäuft wird. In der kurzen Zeit des Bestehens konnte das Evrus Trio schon beachtliche Preise und Anerkennungen verbuchen (Joseph Haydn Klaviertrio-Wettbewerb Wien, Förderpreiswettbewerb der Konzertgesellschaft München und des internationalen Kammermusikwettbewerbs in Osaka/Japan, Preise der Oscar-und-Vera-Ritter- Stiftung, der Alfred-Toepfer-Stiftung, der Mendelssohn-Gesellschaft sowie Medica pro Musica).

Das Konzertprogramm an diesem Abend des 2. Aprils führt wahrlich zu Begegnungen mit Musik des „Ostwindes“: Es beginnt mit dem ersten Trio élégiaque von Sergej W. Rachmaninow – ein einsätziges Werk in Sonatenform, das er mit 19 Jahren schrieb und das Ende Januar 1892 bei einem Konzert in Moskau uraufgeführt wurde. Daran schließt sich vor der Konzertpause Dimitri Schostakowitschs Klaviertrio op. 8 in c-moll, das als sein erstes Kammermusikwerk im Herbst 1923 entstand. Den gesamten zweiten Konzertteil füllt das Trio op. 50 von Peter I. Tschaikowsky aus. Das ganze Werk entwickelt sich prozessual aus einem einzigen melodischen Kern: elegisch und furios ausladend in der Exposition, lyrisch-eloquent in Durchführung und Rückwendung, opulent und phantastisch im zweiten Teil, in einer Folge von zwölf Variationen, deren letzte als strahlendes Finale in Erscheinung tritt – dann aber sanft und milde erlischt.

Eintrittskarten gibt es in diesem Konzertjahr erstmals über den Ticket-Service der Sparkasse Wasserburg a. Inn (Tel.  08071/101-129  – E-Mail: ticketservice@sparkasse- wasserburg.de oder bei einer der Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg a. Inn). Auskünfte zur gesamten Jahresreihe der Rathauskonzerte erteilt nach wie vor die Stadtverwaltung Wasserburg a. Inn unter der Tel. Nr.  08071/105-12  .

Stadt Wasserburg a. Inn

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