Festliche Eröffnung der INKA-Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim

Inka-Kultur begeistert erste Besucher

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Rosenheim - Hochkarätig, einzigartig, faszinierend - die ersten Besucher-Urteile zur neuen INKA-Ausstellung im Lokschuppen sind eindeutig. 200 Ehrengäste durften sie jetzt vorab sehen.

Für das breite Publikum wird die Ausstellung "INKA-Könige der Anden" ab morgen, Freitag, 11. April 2014, zu sehen sein. Die festliche Eröffnung mit 200 geladenen Ehrengästen, darunter Austellungspartner, der Lokschuppen Freundeskreis und Sponsoren, fand jedoch bereits Mittwochabend statt. Zunächst mit Musik und Reden im KUKO, dann mit einem Rundgang durch die Ausstellung im Lokschuppen.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer outete sich hier nicht nur als Peru-Kennerin, sondern auch als Fan der südamerikanischen Hochkulturen. Sie verwies eingangs auf eine Inka-Überlieferung, die auch Bayern maßgeblich geprägt hat: die Kartoffel. Bauer: "Wie arm wären unseren Speisekarten ohne Reibadatschi, Kartoffelknödel und Co.?" Aber nicht nur deshalb sei es ihr eine große Freude, nach den Mayas 2007 nun eine weitere einmalige, kulturell bedeutende Ausstellung in Rosenheim zu Gast zu haben. Da beide Schauen in Zusammenarbeit mit dem Linden-Museum in Stuttgart verwirklich wurden, richtet die OB zum Ende ihres Grußwortes an die anwesende Direktorin noch einen Wunsch für die Zukunft: Auch die Azteken mögen doch bald nach Rosenheim kommen.

"Ich wünsche mir, dass das deutsche Publikum die Wurzel unserer Kultur kennen lernt und besser versteht" - mit diesen Worten brachteJosé Antonio Meier Espinosa, Botschafter der Republik Peru, sein Herzensanliegen zur Ausstellung auf den Punkt. Er wertete die Anpassungsfähigkeit der Inka an die extremen Landschafts- und Klima-Bedingungen entlang der südamerikanischen Küste als deren spektakulärste Errungenschaft. Viele ihrer Kenntnisse vor allem in Bezug auf die Landwirtschaft, fänden in Peru heute noch Anwendung. Espinosa: "Die Ausstellung verdeutlicht die Inka-Kultur mehr als eindrucksvoll."

Bayerns Kultus-Staatssekretär Bernd Sibler, der als Vertretung von Dr. Marcel Huber zur Ausstellung gekommen war, zeigte sich begeistert: "Marcel Huber muss sich heute Abend mit Bieberabschuss-Quoten befassen, ich bin hier. Ich habe eindeutig das bessere Ende erwischt." Für den Historiker, der sein Staatsexamen noch dazu zur Geschichte der spanischen Eroberer in Südamerika abgelegt hatte, war der Termin ein Heimspiel. Er glänzte mit fachkundigem Wissen zur Inka-Kultur. Sein Urteil: "Die Ausstellung ist ein großer Wurf. Das wird ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Lokschuppens."

Bevor es für die Gäste dann von der Feier zur Ausstellung ging bereitete sie noch Professor Dr. Inès de Castro, Direktorin des Linden-Museum in Stuttgart, auf die Exponate vor. De Castro war in Zusammenarbeit mit dem Team des Lokschuppens unter Geschäftsführer Peter Lutz maßgeblich an der Gestaltung der Schau beteiligt. "Die Ausstellung, die so einmalig in Europa zu sehen ist, sowie der Katalog zeigen den aktuellsten Forschungsstand zur Geschichte der Inka", sagte die Wissenschaftlerin. Archäologische Funde in Peru aus der jüngeren Zeit hätten neue, wegweisende Erkenntnisse zur Leben und Kultur der Inka gebracht, jenseits der eingefärbten schriftlichen Zeugnisse der spanischen Eroberer.

Bevor die Ausstellung nach Rosenheim kam, war sie bereits in Stuttgart als Landesausstellung im Linden-Museum zu sehen. Sie hatte dort rund 107.000 Besucher in ihren Bann gezogen.

Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Eröffnung der Rosenheimer Schau am Mittwochabend von Qudro Nuevo und seinen Gästen Wolfgang Lohmeier und Martina Eisenreich. Die Musiker spielten eine sehr persönliche Auswahl von Liedern zum Thema Inka und Peru. OB Bauer fand scherzhaft noch einen anderen Grund für die Anwesenheit des Ensemles: "Eine Austellungseröffnung in Rosenheim ohne Quadro Nuevo? Unvorstellbar!"

Impressionen der Eröffnungsfeier:

Ehrengäste auf Tuchfühlung mit Inka-Kultur

Eindrücke aus der Ausstellung:

INKA - Könige der Anden (2)

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