Gelungene Personenführung im Skater-Milieu

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Bad Aibling - Bürgermeister Felix Schwaller, Landkreis-Kulturreferent Klaus Jörg Schönmetzler sowie Boris Tomschiczek und Knut Karger machten es bei der Preisverleihung beim Dokumentarfilm-Festival „Nonfiktionale“ spannend.

Zunächst kürten sie den Sieger der eindrucksvollen Foto-Doks-Ausstellung in der Bad Aiblinger Galerie im Alten Feuerwehrgerätehaus, welche die freien Fotografen Robert Pupeter und Hans Herbig in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein organisiert hatten. Der Münchner Armin Smailovic erhielt für seine eindringliche Reportage "Srebrenica - ...Ich zählte mein übriges Leben in Sekunden" eine Kamera. Der Künstler habe in seinem Werk, das einige Überlebende des Massakers in Srebrenica bei der Rückkehr an die Stätte des Grauens begleitet, das vorgegebene Thema "Zeit" auf besonders gelungene Weise verarbeitet, so die Begründung der Jury.

Im Anschluss daran gab der Filmemacher und Professor für Film an der Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg, Pepe Danquart, bekannt, dass er gemeinsam mit seinen beiden Jury-Kolleginnen Lucia-Milena Bonse und Nicola Gehrke den ARRI-Kamerapreis an die geborene Starnbergerin Susanne Mi-Son Quester vergeben wolle. Sie sei in ihrem Film "5 Minuten Russland" humorvoll und pointiert mit der "Zeit" umgegangen und habe die technischen Möglichkeiten der Kameraführung zielsicher ausgereizt.

Den Hauptpreis der Stadt Bad Aibling in Höhe von 2000 Euro erhielt der Regisseur Denis Thürer. In "First Try" begleitet er junge Skateboarder in Halle an der Saale über die Jahre hinweg bei ihren ersten Fahrversuchen in der ehemaligen DDR und erweckt damit eine ganze Jugendkultur, die auch heute noch voll im Trend liegt, wieder zum Leben. "Thürers gelungene Personenführung und sein Gespür für Ästhetik, das sich dem Prozess des Erwachsenwerdens der Protagonisten anpasst, haben uns dazu bewogen, den Film mit dem Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling auszuzeichnen", verkündete Lucia-Milena Bonse im Namen der Jury. Der Regisseur selbst war sichtlich überwältigt und dankte dem Gremium und dem Publikum für das positive Feedback. Nachdem der Siegerfilm ausschnittsweise angespielt worden war, äußerte sich Danquart noch äußerst positiv über den Verlauf des gastfreundlichen Filmfestes, das sich auf diskussionsintensive Art und Weise aktiv mit der Filmsprache auseinandersetzte. Abschließend lobten Boris Tomschiczek und Knut Karger die Stadt Bad Aibling für ihr Engagement und dankten allen ehrenamtlichen Helfern sowie dem Aibvision-Team.

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