Finale Grande auf höchstem Niveau

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Intendant Ludwig Baumann

Halfing - „So viele Besucher wie nie zuvor hatte das diesjährige Opernfestival Immling“ freute sich Intendant Ludwig Baumann bei seiner Begrüßung zum Finale Grande. Auch dieses Gala-Konzert fand vor ausverkauftem Hause statt.

Mehr als 30 der beliebtesten Arien, präsentiert von den Sängern des Festivals und weiteren Künstlern unter der musikalischen Leitung von Cornelia von Kerssenbrock und dem temperamentvollen Dirigat von Dschawanschir Dschafarov mit dem Orchester der Staatsoper Baku aus Aserbaidschan, entzündeten ein musikalisches Brillantfeuerwerk zum Abschluss der Opernsaison 2010 auf Immling.

Hatte es am Spätnachmittag noch geregnet, so fiel, wie von der Intendanz bestellt, rechtzeitig Sonnenschein auf den grünen Hügel bei Halfing. In einem Programm mit Kompositionen von Johann Strauß, Lortzing, von Weber, Offenbach, Richard Wagner, Rossini, Verdi, Puccini, Leoncavallo, Gounod und Bizet feierten die Besucher die Sängerinnen und Sänger immer wieder mit Bravorufen und großem Applaus.

Nur drei Tage hatte das Orchester für die Proben Zeit gehabt und bewies souverän seine präzise Leistungsfähigkeit. Mit besonderem Elan und reizvollem Kontrast zu den europäischen Kompositionen bot es die Leidenschaft von Musik aus Aserbaidschan in Kompositionen von Amirov und Bül Büloglu mit deutlich osmanischem Einfluss dar. Hatten die diesjährigen Solisten in den Opern "Der fliegende Holländer", "Carmen" und der "Gärtnerin aus Liebe" brilliert, so schlüpften Ralf Willerhäuser, Gustavo Casanova, Karine Ohanyan, Kapsung Ahn, Maria José Rodriguez, Sieglinde Zehetbauer, Dimitri Kharitonov und Michael Bachtadze nun in Rollen aus "Der Wildschütz", "Don Carlos", "Der Tannhäuser", "Die Fledermaus", der "Walküre", "Faust", "Der Freischütz", "Die Perlenfischer", und "Lucia di Lammermoor".

Zusammen mit den Gästen Jacek Janiszweski, der immer wieder auf Immling gastiert, mit Kirill Borchaninow - wie Janiszewski ein höchst beeindruckender Bass -, dem großartigen Jeong Kyu Kim und einer kongenialen Héléne Bernardy mit bestechendem Stimmvolumen erreichte der Abend ein Niveau, um das große Häuser Immling durchaus beneiden können. Das Publikum konnte sich schier nicht trennen und erklatschte etliche Zugaben. Mit "Aida", "Carmina Burana" und "Don Giovanni" erwartet die Besucher 2011 das nächste anspruchsvolle Opernfestival auf Gut Immling.

Margrit Jacobi/Oberbayerisches Volksblatt

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