Friedliche Reggae-Party

Übersee - Der Chiemsee Reggae Summer 2010 war aus Sicht des Malteser Hilfsdienstes und der Polizei ein gelungenes Festival mit wenigen schwerwiegenden Einsätzen.

Wilhelm Horlemann vom Malteser Hilfsdienst und Franz Sommerauer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sprechen im Interview von einem insgesamt friedlichen Chiemsee Reggae Summer 2010. Doch auch dieses Jahr gab es Verletzte, kleinere Ausschreitungen und Drogenfunde: 

Von Freitag bis Sonntag feierten knapp 30.000 Besucher in entspannter Atmosphäre. "Nach dem Ende des Musikprogramms feierten die Fans noch lange weiter", beschrieb Einsatzleiterin Christiana Mitterer den Event. Der Malteser Hilfsdienst, der bei dem Festival die sanitätsdienstliche Versorgung übernahm, versorgte bis Sonntag, 16 Uhr insgesamt 1.205 Patienten. 15 Personen mussten in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden.

"Die meisten Versorgungen waren chirurgischer Natur. Das heißt Verstauchungen oder Schnittverletzungen", erklärt Mitterer. Auch den nassen Tagen mussten die Fans Tribut zollen. "Ein Großteil der sonstigen Behandlungen waren grippale Infekte. Auch dehydrierte Fans, die zu wenig getrunken hatten, wurden in unseren Behandlungszelten versorgt. Insgesamt war es aber ein ruhiger Einsatz. Mein Kompliment an die Fans, die zwar ausgiebig feiern, aber nicht ausschweifend agieren", so Christiana Mitterer.

Lesen Sie auch:

Besucherrekord beim Chiemsee Reggae Summer

Culcha Candela im Interview

Jamaram im Interview

Jahcoustix im Interview

Regen, Schlamm und große Stars

Die Party geht weiter!

Reggae Cruise: Fans legen ab

Damit die Fans nicht nur musikalisch, sondern auch medizinisch gut versorgt waren, hatte der Malteser Hilfsdienst eine Unfallhilfsstelle und eine Sanitätsstationen auf dem Festivalgelände installiert. Mehrere mobile Einheiten, die sich unter das Partyvolk begaben, rundeten den Sanitätseinsatz vor Ort ab. Rund 500 Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes standen für die Fans zur Verfügung, um Verletzung zu versorgen oder Erste Hilfe zu leisten. Über 50 Sanitäterinnen und Sanitäter pro Schicht waren permanent auf dem Festivalgelände unterwegs, um im Notfall schnell zu helfen oder standen im Versorgungszelt bei Anfragen zur Stelle.

Die meisten Einsätze konnten lokal in den Sanitätsstationen behandelt werden. In 15 Fällen wurden Fans aufgrund ihrer Verletzungen oder Erkrankungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Insgesamt zeigte sich Christiana Mitterer aber mit den Ereignissen beim Chiemsee Reggae Festival 2010 zufrieden: "Die Zahl der Versorgungen lässt auf einen friedlichen und ruhigen Verlauf schließen. Die Fans haben ordentlich gefeiert, ohne dass es zu Ausschweifungen und größeren Verletzungen kam. Wir freuen uns, dass wir hier mit den Behörden und Veranstaltern wieder ein schönes Festival in toller Atmosphäre feiern konnten."

Wilhelm Horlemann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Malteser Hilfsdienst e.V. / red

Rubriklistenbild: © tj

Zurück zur Übersicht: Kultur

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser