Halbgötter und politische Prozesse

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Rosenheim - Mit Lisa Endriß und Petra Gerschner präsentiert die Städtische Galerie Rosenheim unter dem Motto „favorite ideas“ zwei prominente Positionen zeitgenössischer Kunst:

Die Ausstellung findet vom 13. Mai bis 19. Juni 2011 statt. Beide Künstlerinnen konnten ihre Arbeit nach ihrem Kunststudium an der Münchner Akademie im Rahmen zahlreicher namhafter Auszeichnungen auch auf internationalerEbene weiter entwickeln.

Lisa Endriß lebt und arbeitet in Griesstätt bei Wasserburg, München und Berlin. Von ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Kunsttheorie, Philosophie und Ethik leitet sie ihre Fragen an die Gesellschaft der Gegenwart ab. In Rosenheim zeigt sie Malerei der jüngsten Zeit, deren Inhalte seit 2004 bestimmt werden von den Beziehungen zwischen Mensch und Tier, Umwelt und Arbeitswelt, sowie Menschen und ihren Masken - die Welt der „Halbgötter“, subtil und hintergründig in Frage gestellt.

Die Münchner Künstlerin Petra Gerschner interveniert bevorzugt auf internationaler politischer Ebene mit den Mitteln von Video, Foto, Plakat und Aktion. Ihre messerscharfen, ironisch gebrochenen Kommentare zu Kontroversen um Geschlechterkonstruktionen, Identitätszuschreibungen, Atomkraft, Krieg und Folter verraten das zusätzliche Know-how der Politologin, der unbestechliche Blick ihrer fotografischen „public interventions“ die ausgebildete Fotografin.

Anlässlich der Rosenheimer Ausstellung präsentieren Lisa Endriß und Petra Gerschner zwei als Gemeinschaftsprojekte in New York entstandene Foto-Serien, die das formal so unterschiedliche Werk der beiden Künstlerinnen auf spielerische Weise verbinden.

Städtische Galerie Rosenheim

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