Wieder 80 Teilnehmer aus 25 Nationen

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Die chinesische Sopranistin Fei Quifang durfte sich über den Publikumspreis freuen

Halfing - Auch dieses Jahr kamen wieder viele talentierte Sängerinnen und Sänger aus 25 verschiedenen Nationen zum Gesangswettbewerb des Opernfestivals Gut Immling.

„Jahr für Jahr reisen aus aller Welt junge Sängerinnen und Sänger nach Bad Endorf, um an unserem Gesangswettbewerb teilzunehmen – auch dieses Jahr wieder 80 Teilnehmer aus 25 Nationen. Wenn man dann beobachtet, wie schnell hier Freundschaften entstehen und wie unwichtig die Herkunft ist, ist das ein wunderbares Zeichen – vor allem auch angesichts der aktuellen Situation in vielen Gegenden unserer Erde“, betonte Jurymitglied Ludwig Baumann, Intendant des Opernfestivals Gut Immling, bei seiner Begrüßungsrede. Und eröffnete damit eine musikalisch vielfältige Operngala, nach der wieder mehrere Teilnehmer ein Angebot für ein Engagement beim 19. Opernfestival Gut Immling erhielten und aus der der koreanische Bass Byung Gil Kim als Sieger hervorging.

Der 25-Jährige überzeugte zunächst mit der Arie „Ella giammai m`amo“, anschließend wahrhaft diabolisch als „Mefistofele“ mit „Ecco il mondo“ die Jury. Belohnt wurde er mit einer Fördersumme von 1.500 Euro, gestiftet vom Lions Club International - Distrikt Bayern-Süd, und einem Auftritt beim „Finale Grande“ des 19. Opernfestivals Gut Immling unter der Leitung von Cornelia von Kerssenbrock.

Eine starke Konkurrentin um den Sieg war die Amerikanerin Emma McNairy, die neben ihren musikalischen Fähigkeiten auch mit profilierten schauspielerischen Leistungen punktete und den 2. Preis gewann, 1.000 Euro vom Lions Club Bad Endorf. Der 3. Preis mit 750 Euro, gestiftet vom Lions Club Rosenheim, ging an die kanadische Mezzosopranistin Shirin Eskandani, die sich durch ihre Darbietung der Arie der Angelina aus Rossinis „La Cenerentola“ („Aschenputtel“) beweisen konnte. Der koreanische Tenor Lee Junbum erreichte den 4. Platz, und bekam somit 500 Euro von der Molkerei Meggle.

Daneben wurden auch wieder verschiedene thematisch gebundene Preise verliehen: die finnische Sopranistin Reetta Haavisto sang Rachmaninows „Ne poi krasavitsa“ und erhielt aufgrund ihrer gelungenen Darbietung den Liedpreis und 300 Euro von Lilo und Dieter Linde. Der Preis für die beste Interpretation einer Mozart-Arie wurde mit 300 Euro vom Gewandhaus Gruber, an die Kanadierin Lee Bomi vergeben, die mit der Arie „Come scoglio“ aus „Cosi fan tutte“ auftrat.

Eine besondere Leistung konnte auch die aus Deutschland stammende Jessica Veronique Miller für sich verbuchen: die erst 21 Jahre alte Mezzosopranistin fand beim Publikum und der Jury gleichermaßen Anklang und erhielt den mit 300 Euro vom OVB Medienhaus gestifteten, dotierten Nachwuchspreis. Den Sonderpreis, der mit einer Fördersumme in Höhe von 500 Euro und einem Engagement bei einem chinesischen Festival oder Opernhaus verbunden ist, erhielt der Tenor Xu Xiang.  Gestiftet wurde dies von Yang Li und der QT Ideal International Kultur & Kommunikation GmbH.

Über eine ganz besondere Auszeichnung freute sich die chinesische Sopranistin Fei Quifang: sie wurde vom Publikum, das sich aktiv an der Abstimmung beteiligen konnte, mit den meisten Stimmen zur Gewinnerin des Publikumspreises gekürt und erhielt dadurch 500 Euro von der WTS Group. „Ihre wunderbare Stimme und sympathische Ausstrahlung haben mich überzeugt“, äußerte sich ein Zuhörer, und befand sich mit dieser Meinung wohl in bester Gesellschaft.

„Dieser Gesangswettbewerb war für mich wieder sehr gelungen, nicht zuletzt durch eine sehr schöne Atmosphäre und Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, dass man sich Zeit für jeden einzelnen Teilnehmer nimmt und gemeinsam Gedanken zu den Bewerbern austauscht“, äußerte sich Oliver Kretschmer, der Artists Manager für Tact International Management in Amsterdam und Stuttgart, direkt nach der Preisverleihung. „Wie es für die Preisträger nun weitergeht, ist individuell und hängt von vielen Faktoren ab.“ Einer davon ist sicher das Renomee, das der Internationale Lions Gesangswettbewerb des Opernfestivals Gut Immling in den letzten Jahren erlangt hat: im Publikum saß auch ein bekannter Künstleragent – und Kim Byung Gil, der Gewinner des 1. Preises, hat nicht einmal 24 Stunden nach seinem Sieg ein Engagement am Theater Basel erhalten.

Pressemeldung Gut Immling

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