Handgemachte bayerische Musik

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Mühldorf - Irgendwie klingen sie schon weihnachtlich, die Lieder aus dem Weihnachtsprogramm der Band "Hosdmi". Irgendwie aber auch ganz anders...

Was kerniges sollte es sein, ja nichts neumodisches. Und natürlich: urbairisch. „Watschnbam“ war im Gespräch, und „Isnblosn“. Schließlich: „Hosdmi“. Das gefiel und ist seitdem Programm bei Markus Frisch (Gitarre), Frederik Hinkofer (Piano), Matthias Ettinger (Gitarre), Thomas Ruf (Bass) und Stefan Kreipl (Percussion). Sogar ein Stück mit dem Titel „Hosdmi“ gibt es, der Auftakt jedes Konzerts.

Rund 20 Mal haben die Herren aus Mühldorf, Ampfing, Heldenstein und Weidenbach bisher live gespielt, vom Grundschulfest bis zum 80. Geburtstag. Und natürlich beim Ampfinger Adventszauber 2008, der Geburtsstunde des Quintetts. „Wir haben uns sozusagen auf dem Weg nach Betlehem gefunden“, grinst Markus Frisch. Gerade einmal zwölf Wochen hatten die Fünf damals Zeit sich auf den Auftritt vorzubereiten. „Der Veranstalter wollte bairische Weihnachtsmusik. Das war die Vorgabe“, erinnert sich Frederik Hinkofer. „Also haben wir uns hingesetzt und Bücher gewälzt.“ Auf der Suche nach Weihnachtsliedern, Gedichten und Geschichten, die sich angesichts des schmalen Instrumentariums umschreiben oder vertonen ließen. „Sogar in den alten Liederbüchern unserer Omas haben wir geblättert und so manchen längst vergessenen musikalischen Schatz wiederentdeckt.“

"Hosdmi" auf dem Mühldorfer Stadtplatz:

Hosdmi auf dem Mühldorfer Stadtplatz

„Hosdmi“ wollten Musik für die staade Zeit machen, fernab des „Supermarkt-Christmas-Gedudels“ und der traditionellen Kirchenlieder. Die Ampfinger jedenfalls waren begeistert – und der Veranstalter auch. Logisch, dass nach 2008 und 2009 heuer der dritte Adventszauber auf dem Programm steht – mit Auftritten am Freitag, 10. Dezember, um 20 Uhr sowie Sonntag, 12. Dezember, um 19 Uhr.

Weil die Resonanz so positiv ausfiel, ist aus „Hosdmi“ mehr geworden als nur eine Projektband. „Eigentlich hatten wir uns ja nur für den Adventszauber zusammengetan“, erklärt Matthias Ettinger, der seine Mitstreiter über die Musik kennen gelernt hat. Doch dann haben sie eben weitergemacht, sich deutschsprachige Lieder von STS, der Spider Murphy Gang und Austria 3 ebenso vorgenommen wie englische Titel von den Beatles oder Creedance Clearwater Revival. Coversongs im Stil von „Hosdmi“ sind so entstanden, von Michael Jackson bis AC/DC. „Hit me baby one more time von Britney Spears steht wohl stellvertretend dafür, wozu wir fähig sind“, sagt Matthias Ettinger.

Doch am liebsten spielen sie die eigenen Nummern, rund zehn Stücke gibt es bereits, Tendenz steigend. Die Texte liefert Markus Frisch, die Melodien auch. „Der Rest wird dann zusammen ausgearbeitet“, sagt der Gitarrist, der noch stapelweise Ideen zu Hause auf dem Schreibtisch hat. „Wir müssten uns nur die Zeit nehmen und loslegen.“ Die Manuskripte werden wohl noch ein paar Wochen warten müssen, denn im Moment dreht sich im Probenraum in Weidenbach alles um die neuen Weihnachtslieder. „Das wird für uns immer etwas besonderes sein. Nicht nur, weil wir aus dieser Ecke kommen, sondern weil dabei unsere künstlerischen Qualitäten im Vordergrund stehen“, erläutert Frisch.

Das Jahr über bleibt dann immer noch genügend Zeit für die handwerklichen Fähigkeiten der Band, an denen weiter gefeilt werden soll. So haben sich Frisch & Co. einen Tag lang mit einem Gesangslehrer zusammengesetzt. Seitdem sind alle neuen Stücke vierstimmig ausgelegt. Nur Thomas Ruf weigert sich bisher hartnäckig mitzusingen. „Aber auch das bekommen wir noch hin“, schmunzelt Frisch. „Vielleicht bringt ihm das Christkind ja heuer ein Mikrofon. Und einen Gutschein für den Gesangsunterricht.“

ha/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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