"Immer jünger beim Älterwerden"

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Vorfreude auf die Ausstellung: Peter Tomschiczek arbeitet seit 40 Jahren in Ellmosen.

Ellmosen - Dank seiner mannigfaltigen Kunstwerke ist der seit 40 Jahren in Ellmosen lebende Maler Peter Tomschiczek nicht nur deutschlandweit zu hohem Ansehen und Ruhm gelangt. Der bedeutende zeitgenössische Maler, der nun seinen 70. Geburtstag feierte, wird im Mai sogar in Kroatien ausstellen.

Eben diese Schau bedeutet für den Jubilar eine besondere Freude, da er auf der Kroatischen Insel Losinj sein zweites Atelier hat, in dem er voller Muße schöpferisch tätig werden kann.

Was hat den Träger des Bundesverdienstkreuzes oder auch des Kulturpreises der Stadt Rosenheim eigentlich dazu bewogen, sich der Kunst zu verschreiben? "Die Malerei ist für mich eine Art Berufung, die von Kindesbeinen in mir drin steckte und irgendwann einfach ausbrach", so Tomschiczek über seine innere Antriebsfeder.

Die künstlerische Ader sei ihm außerdem bereits von väterlicher Seite aus in die Wiege gelegt worden. Überhaupt hat Familie für den vitalen Künstler - er studierte einst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg - Priorität.

So bezeichnet er seine Gattin Ursula Tomschiczek als die gute Fee an seiner Seite, die ihm in jeder Lebenslage mit Rat und Tat zur Seite stehe und die ihn zum glücklichen Vater von zwei Söhnen gemacht habe.

Die gute Fee an seiner Seite: Peter Tomschiczek mit Ehefrau Ursula.

Gemeinsam mit ihr geht der Maler, dessen Arbeiten beispielsweise auch den Kabinettssaal der Staatskanzlei schmücken, zudem seiner großen Leidenschaft zum Reisen nach. Das Lieblingsland? Afrika! An der Grenze zu Mali und Burkina Faso hat das Ehepaar, das bereits ganz Westafrika auf eigene Faust mit dem Jeep bereist hat, sogar einen Brunnen für die Einheimischen erbauen lassen. Dieser wurde dann im Rahmen eines unvergleichlichen Festes mit Tanz und Trommeln nach Art der Ur-Bevölkerung eingeweiht.

Überhaupt ist der gebürtige Iglauer (Tschechien) derart fasziniert von der Schönheit des afrikanischen Kulturkreises, dass er Landschaft und Tierwelt oftmals als Impressionen für seine Werke erwählt. Nicht selten überträgt er Fotomotive in seine unvergleichliche künstlerische Sprache.

Wenn man bedenkt, dass der Tierliebhaber an einem seiner großen Bilder mindestens vier Wochen lang durchgängig arbeitet, könnte man denken, dass der Jubilar vielleicht in Zukunft etwas kürzer treten möchte. Doch Mitnichten! "Ich fühle mich beim Älterwerden irgendwie immer jünger, denn mit der Zeit kann man aufgrund der gesammelten Erfahrungen vieles einfach gelassener sehen", urteilt Tomschiczek und zeigte sich dankbar darüber, dass seine innere Kraft stetig lebendig in ihm glühe.

rhi/Mangfall-Bote

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