„Indianer“ im Lokschuppen

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Bei der Indianer-Besprechung von links nach rechts: Projektassistentin Elisabeth Scheueregger, Kurator Professor Dr. Christian Feest, der Leiter des Ausstellungszentrums Lokschuppen Dr. Peter Miesbeck, Gestalterin Juliane Böttcher.

Rosenheim – Friedenspfeife, Federschmuck und Tomahawk sind noch verpackt. Fürs erste liegen auf dem Tisch der Gesprächsrunde im Lokschuppen nur die Pläne für das nächste große Projekt.

„INDIANER – Ureinwohner Nordamerikas“ - So heißt die Erlebnisausstellung, die am 8. April 2011 die Pforten für die Besucher öffnen wird. Gemeinsam mit Kurator Professor Dr. Christian Feest aus Wien und den Ausstellungsarchitekten besprachen der Leiter des Ausstellungszentrums Lokschuppen, Dr. Peter Miesbeck, und Projektassistentin Elisabeth Scheueregger die Gestaltung.

Professor Dr. Christian Feest ist ausgewiesener Experte für die Ureinwohner Nordamerikas und Leiter des Völkerkundemuseums in Wien. „So eine Ausstellung, wie wir sie in Rosenheim machen, hat es noch nicht gegeben“, erläutert der Wissenschaftler. „Sie wird weitaus mehr sein als nur die Darstellung von Tipis, Federschmuck und Skalps.“ Die größte Indianer-Ausstellung in Europa entführt auf eine historische Reise quer über den nordamerikanischen Kontinent und räumt auf mit gängigen Klischees. Denn die Ureinwohner Nordamerikas sind viel mehr als romantisch-mythische Gestalten der eigenen Kindheit oder Figuren aus Wildwestfilmen mit farbigem Federschmuck, die in Tipis wohnen und Rauchzeichen geben. Von den Nootka an der Nordwestküste über das Gebiet der Großen Seen im Mittelwesten bis zu den Sioux und Apache werden im Lokschuppen zahlreiche Indianerstämme detailgetreu porträtiert und ihre Geschichte erzählt – vom ersten Kontakt mit Europäern bis hin zum Eintausch der Insel Manhattan gegen Glasperlen. Professor Dr. Feest hat hierfür rund 700, zum Teil äußerst seltene Exponate aus 18 Museen, die über 9 Länder in Europa verteilt sind, zusammengetragen. Die wertvollen Originale sind eingebettet in attraktive Inszenierungen und Themenräume – ein Markenzeichen des Ausstellungszentrums, das über jahrzehntelange Erfahrungen mit besucherfreundlich aufbereiteten Erlebnisausstellungen verfügt. Zu den Highlights zählen die bis zu 150 Jahre alten und seltenen Kleidungsstücke der Sioux, bemalte Bisonfelle und ein komplett eingerichtetes Holzhaus aus Grönland.

Die Gestaltung haben Spezialisten aus München übernommen: Es sind planetz Architekten, AignerBöttcherDesign und das Büro für Museumsberatung. Sie sorgen dafür, dass die Ausstellung für Kinder und für Erwachsene zum spannenden Erlebnis wird.

„Auf dem Lokschuppen-Vorplatz wird es ein 14 Meter hohes Tipi geben und einen Indianer-Parcours“, verriet Juliane Böttcher. An 12 verschiedenen Stationen können die Kinder gemeinsam mit Ihren Eltern ihr Wissen über Indianer testen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Bei der gemeinsamen „Bisonjagd“, beim Spurenlesen, Lassoschwingen und beim Klettern werden Punkte gesammelt und am Ende steht fest, wer in der Familie der „Häuptling“ ist.

Das große Tipi kann auch für exklusive Firmenevents oder für private Feiern gemietet werden. Bis zu 70 Gäste werden nach einer exklusiven Sonderführung durch die Ausstellung im Tipi vom Rosenheimer Catering-Unternehmen Prinzipal unter anderem mit indianischen Lachs- und Bisonfleisch-Spezialitäten verwöhnt.

„Indianer– Ureinwohner Nordamerikas“

8. April bis 6. November 2011,

geöffnet Mo - Fr 09 – 18 Uhr,

Sa., So. Feiertage 10 – 18 Uhr

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