Jeder Abschied ist ein neuer Anfang

Als sich "Die Flippers" als erfolgreichste deutsche Schlagerband vor zwei Jahren verabschiedeten, war das für viele Fans das Ende einer Ära.

Es war auch ein Ende für Bernd, Manfred und Olaf. Nach dem ersten Verarbeiten wuchs allerdings aus dieser schwerwiegenden Entscheidung für einen der drei eine neue Vision, und die wird jetzt Wirklichkeit: Olaf präsentiert am 14. Oktober 2011 sein erstes Solo-Album "Tausend rote Rosen".

Dass Olaf sich wieder für die Musik entschieden hat, ist für seine Fans – bei aller Überraschung – nur logisch. "Ich kann nicht stillsitzen", sagte er in einem Interview kurz vor der Trennung, "und ich werde weiterhin Musik machen." Mit "Tausend rote Rosen" ist dem Baden-Württemberger ein Album gelungen, das den deutschen Schlager in zeitloser Schönheit und Gefälligkeit präsentiert und die Herzen der Fans geradezu spielerisch berühren kann. Mit langjährigen musikalischen Partnern wie Joschi Dinier, Reiner Burmann und Andreas Bärtels sowie Textautoren wie Dr. Bernd Meinunger und Tobias Reitz hat der Vollblutmusiker genau diejenigen Eigenschaften in Musik verpackt, für die schon Die Flippers immer standen: Charme, Wärme, Originalität und Eingängigkeit. Olaf präsentiert auch als Solist Musik so, wie er sie mag und empfindet – als positives, lebensaufhellendes Elixier zum Träumen und Genießen.

Da darf natürlich geflirtet werden wie im Titelsong "Tausend rote Rosen", aber auch zu maritimen Klängen geschunkelt ("Komm mit runter zum Hafen") oder im mediterranen Rhythmus getanzt ("Auf der spanischen Treppe"). Hinreißende Liebesbekundungen eines ewig Junggebliebenen ("Du sollst immer glücklich sein") haben auf dem Album "Tausend rote Rosen" genauso ihre Berechtigung wie die erwachseneren, leisen Töne ("Anna Luisa") oder die Songs, in denen sich die Lebenserfahrung von gut sechs Jahrzehnten widerspiegelt ("Kein Mensch ist eine Insel", "Gib der Liebe eine zweite Chance", "Tiefer als der Ozean"). Mit dem 14. Titel "Jeder Abschied ist ein neuer Anfang" bringt Olaf schließlich das Motto dieses neuen Zeitabschnitts auf den Punkt. Er wird auch solo einen hervorragenden Weg vor sich haben – so viel steht fest.

Vielleicht ist Olaf ohnehin das, was man gemeinhin als "Stehaufmännchen" bezeichnet. Der Blick in seine Biographie verrät jedenfalls, dass wir es hier mit einem Mann mit außerordentlich vielseitigen Fähigkeiten zu tun haben: Olaf ist gelernter Werkzeugmacher, Kreismeister im Weitsprung und Kugelstoßen und ging sogar bei seiner Mutter, einer Friseurmeisterin, in die Lehre. 1972 und 73, nach den ersten großen Flippers-Erfolgen mit "Weine nicht, kleine Eva" und "Sha la la, I Love You", studierte der gebürtige Magdeburger, der seit Jahrzehnten in Bretten lebt, Allgemeine Musiklehre am Badischen Konservatorium in Karlsruhe.

Es folgten Jahre des Klinkenputzens als Musiker und Jobbens als Tennislehrer. Sein Diplom (staatl. geprüfter Tennislehrer) erwarb Olaf an der Technischen Universität München. Mit einem Wohnmobil, in dem er eine Ballmaschine transportierte, reiste er durch die Lande und trainierte Tennisschüler, bis 1986 mit der "roten Sonne von Barbados" die ganz, ganz große Zeit der Flippers anbrach, die faktisch bis 2011 ohne Unterbrechung andauerte. Heute, 25 Jahre später, scheint die Zeit von damals wichtiger und greifbarer denn je. "Ich mache immer noch Musik, weil es mir Spaß macht", freut er sich, "und egal was jetzt kommt: Ich werde es dankbar annehmen." Der Rückhalt seiner Frau Sonja und seiner Kinder, die ihn immer auf Tourneen und zu Fernsehauftritten begleiten, ist ihm sicher.

Tochter Pia (*1982) und Sohn Sven (*1974) schrieben sogar schon zahlreiche Flippers-Titel. Neben der Familie, der Musik und – man höre und staune – der Malerei gilt Olafs große Leidenschaft noch immer dem Sport. Als Tennisspieler schaffte er es sogar zweimal (2000, 2001) zum Deutschen Vizemeister mit der Mannschaft des TC Wolfsberg! Golf, Jogging und Radfahren stehen auf seinem wöchentlichen Trainingsplan. Und wann immer es geht, verbindet Olaf seine Sportlust mit dem guten Zweck, radelt bei der Tour Ginkgo der Christiane-Eichenhofer-Stiftung mit, die sich um an Leukämie, Krebs oder Mukoviszidose erkrankte Kinder und Jugendliche kümmert.

Seit Jahren ist er auch Mitglied im Eagles Charity Golf-Club, der es sich zum Ziel gemacht hat denjenigen zu helfen, die es alleine nicht mehr schaffen. Hier treffen sich Prominente aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft, die alle zwei Gemeinsamkeiten haben: sich gerne in den Dienst der guten Sache stellen und Golf spielen. Olaf gehört dazu. Für hilfsbedürftige Menschen ein schönes Zeichen – und für seine Fans auch! So kann man sicher sein, dass Olaf noch lange in Bestform auf der Bühne steht.

Pressemitteilung Sony Music Entertainment (Germany)

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Kultur

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser