"Kleine Hexe" am Edlinger Stoa aufgeführt

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Die Schüler spielten mit Begeisterung und die Zuschauer verfolgten das Stück nicht weniger begeistert. Wer das Stück noch sehen möchte hat morgen nochmals Gelegenheit.

Edling - Die Stimmung in einer lauen Sommernacht hätte nicht besser sein können am Stoa. Am Samstag hieß es "Bühne frei" für das Schultheater aus Pfaffing, das "Die kleine Hexe" aufführte.

Die Stimmung in einer lauen Sommernacht hätte nicht besser sein können am Stoa in Edling. Nachdem die Premiere am Freitag wegen Regens abgebrochen werden musste, hieß es am Samstag am späteren Nachmittag "Bühne frei" für das Schultheater aus Pfaffing, das sich unter der Regie von Konrektor Peter Behrend an ein großes Projekt gewagt hatte: den Kinder-Klassiker "Die kleine Hexe" von Ottfried Preußler mit über 40 Mitwirkenden, fröhlich neu inszeniert. Sozusagen als "Vorband" spielte vorab die Lehrercombo "Hörsturz" aus Eiselfing auf, bevor nach einer Begrüßung durch Rektorin Inge Obermaier - ganz hoch oben aufm Stoa - die kleine Hexe das Atrium betrat.

Regisseur Peter Behrend und Rektorin Inge Obermaier.

Die kleine Hexe, großartig interpretiert von Lehrerin Monika Eisenschmid, ist mit ihren 127 Jahren viel zu jung für das Fest auf dem Blocksberg, also mischt sie sich heimlich unter die großen Hexen und das kann natürlich nicht gut gehen. Prompt wird sie erwischt und neben der unvermeidlichen Strafe wird ihr auferlegt, übers Jahr eine gute Hexe zu werden, wenn sie denn bei der nächsten Walpurgisnacht mittanzen möchte. Natürlich möchte sie. Sie strengt sich an, übt hexen und hext "Gutes", wo immer sie hinkommt.

Da wird ein Schneemann lebendig, Papierblumen duften plötzlich, ein böser Förster (Andreas Koblechner) wird zu einem guten Mann. Drei Holzweiber (Emelie Hesse, Sarah Pourzal, Anna Müller) trauen ihren Augen nicht. Ein Maronimann (Christian-Benjamin Grombach) wird von seinem Schnupfen kuriert und dem Ochsen Korbinian (Sebastian Trinkl und Josef Schwarzenböck) wird das Leben gerettet. Der Rabe Abraxas (sehr lustig Gast-Schauspielerin Christl Bergmeier) und die kleine Hexe sind mächtig stolz auf ihre vielen guten Taten.

Schneeflocken gab es am Stoa mitten im Sommer und ein Schneemann wurde lebendig.

Völlig fassungslos sind beide, als der Hexenrat mit der Oberhexe (Laura Neuner) an der Spitze darüber aufklärt, dass eine gute Hexe nur Schlechtes hexen darf. Die Muhme Rumpumpel, temperamentvoll gespielt von Lehrerin Miriam Widauer, hatte die beiden mit ihrem "Fotokasten" das ganze Jahr über beobachtet und alles dokumentiert. Zur Strafe muss die kleine Hexe das Holz für das Hexenfeuer am Blocksberg zusammentragen. Da kommt ihr die rettende Idee, die aber jetzt nicht verraten wird, denn am morgigen Dienstag, bei schlechtem Wetter am Mittwoch, ist am Stoa noch eine Aufführung des Schultheaters. Eine Ersatzaufführung für die verregnete Premiere gab es bereits am gestrigen Sonntag.

Aufgelockert wurde das Stück immer wieder von Tanzeinlagen zu schmissiger Musik. Herausragend auch die Gesangsleistung der jungen Laura Trauner aus der 4 c, die das Pausenlied und das Schlusslied solo sang.

Karten für die Aufführung morgen sind noch an der Abendkasse erhältlich.

rd/Wasserburger Zeitung

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