Lebensfroher Ausklang der Saison

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Immling - Mit der Ouvertüre „La forza del destino“ aus der Oper „Macht des Schicksals“ von Giuseppe Verdi eröffnete die Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock das Finale Grande des 15. Opernfestivals auf Gut Immling.

Nach den diesjährigen Opernproduktionen, die mit besten Kritiken der Presse ausgezeichnet und von begeisterten Zuhörern gefeiert wurden, ließ nun das große Abschlusskonzert die Festivalsaison 2011 auf Immling glanzvoll ausklingen.

"In sieben von acht Wochen hat es heuer geregnet", bedauerte Ludwig Baumann bei seiner Begrüßungsrede vor ausverkauftem Haus. Freuen aber konnte sich der Intendant über die große Resonanz und dankte herzlich den aus aller Welt stammenden Künstlern, die jedes Jahr in Immling singen, dem Chor und der musikalischen Leiterin Cornelia von Kerssenbrock, seinem Publikum, den Sponsoren und Helfern.

Mit Arien und Chören aus den verschiedenen Opern der Komponisten Verdi, Puccini, Rossini, Mascagni, Saint-Saëns, Tschaikowsky, Gounod und Nicolai und nach der Pause auch mit Musik aus Aserbaidschan wurde den Zuhörern in einem mehr als dreistündigen Programm von Solisten, Chor und dem Orchester der Staatsoper Baku unter dem Dirigat von Cornelia von Kerssenbrock und Dschawanschir Dschafarov reiner Hörgenuss geboten. Mezzosopranistin Yvonne Fontane und die Sopranistinnen Jana Dolezilková, Rosanna Cardia, Josefina Brivio, Anna Nesyba und Maria José Rodoriguez, alle gekleidet in elegante Abendroben, erfreuten in individuellem Timbre mit Fülle, Leidenschaft wie auch Innigkeit der Stimmen.

Der Tenor Mario Zhang, in diesem Jahr der Radames in "Aida", wurde bereits für seine erste Arie aus "Il Trovatore" von Verdi mit stürmischem Applaus bedankt. Mitreißend ist wirklich die strahlende Klangpräsenz seines Tenors. Kongenial dazu bestach Bariton Adam Kim, der "Don Giovanni" in der diesjährigen zweiten Oper des Festivals, in stimmlich dramatischem Ausdruck. Nicht nur mit prächtigem Volumen ihrer Bassstimmen, auch mit schauspielerischem Talent servierten Jacek Janiszewski, Kirill Borchaninov, Jenisbek Piyazov und Andrzej Saciuk die Arie des Don Basilio aus Rossinis "Barbier von Sevilla".

Bei der höchst beschwingten Champagnerarie aus "La Traviata" sangen am Schluss nicht nur alle Solisten auf der Bühne: Die Dirigentin ließ auch das Publikum mit einstimmen in diesen lebensfrohen Ausklang eines glanzvollen Opernabends.

Für nächstes Jahr kündigte Ludwig Baumann den "Troubadour" von Giuseppe Verdi an, dazu eine Mozartoper, deren Titel er aber noch nicht verriet. Also: Auf Wiedersehen und Wiederhören in Immling 2012.

Margrit Jacobi (Oberbayerisches Volksblatt)

Rubriklistenbild: © pa

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