Literaturnobelpreisträgerin erhält Franz-Werfel-Menschenrechtspreis

Menschenrechtspreis für Herta Müller

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Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden.

Frankfurt/Main - Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller (56) ist mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung “Zentrum gegen Vertreibungen“ ausgezeichnet worden.

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“Ich bedanke mich für den Franz-Werfel-Preis. Besonders bedanke ich mich dafür, weil ich nicht zu den Unterstützern des Zentrums gegen Vertreibungen zähle und ihn trotzdem bekommen habe“, sagte Müller am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche. Die aus dem Banat stammende Schriftstellerin erhielt den Preis vor allem für ihren jüngsten Roman “Atemschaukel“, aus dem sie in ihrer Dankesrede vorlas.
In dem Buch schildert Müller die Deportation eines Rumänien-Deutschen in ein sowjetisches Arbeitslager nach 1945. Eine bewegende Laudatio auf die in Berlin lebende Nobelpreisträgerin hielt der Autor Ilija Trojanow (“Der Weltensammler“), der als Kind mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen ist.

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Der mit 10 000 Euro dotierte Preis ist nach dem jüdischen Schriftsteller Franz Werfel (1890-1945) benannt und wird alle zwei Jahre vergeben. Die Jury-Entscheidung fiel nach Angaben der Stiftung bereits am 1. Oktober - also vor der Verleihung des Nobelpreises an Müller. Preisträger 2007 war der ungarische Autor György Konrad. Die Vorsitzende der Stiftung, Erika Steinbach, und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (beide CDU) sprachen ebenfalls in der Paulskirche. Zuvor hatte sich Müller in das Goldene Buch der Stadt eingetragen

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