Festspiele Herrenchiemsee: Aus abgewendet

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v.l. Bayerns Finanzminister Markus Söder, Intendant Enoch zu Guttenberg und Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch.

München/Herrenchiemsee - Fast hätte es keine Internationalen Festspiele mehr auf Herrenchiemsee gegeben. Aber nur fast - mit einer Finanzspritze konnte das Aus abgewendet werden:

Den Internationalen Festspielen auf Herrenchiemsee drohte das finanzielle Aus. Durch die Hilfe des Bayerischen Kunstministeriums konnte dieses nun abgewendet werden. Zur Freude darüber trafen sich am Freitag, 22. Februar, Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch, Finanzminister Markus Söder und der Intendant der Festspiele, Enoch zu Guttenberg im Ministerium in München. Hier ein paar Auszüge aus der Rede des Kunstministers:

Festspiele als Gesamtkunstwerk

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Die Herrenchiemseefestspiele sind ein echtes Gesamtkunstwerk. Damit haben Sie, verehrter Enoch zu Guttenberg, einen neuen und einzigartigen Typus von Musikfestspielen geschaffen. Von Anfang an [also seit dem Jahr 2000] standen die Festspiele unter einem besonderen Motto, das durch die Konzerte und Opernaufführungen sinnreich mit Leben erfüllt wird. So werden heuer „Barocke Fantasien“ entwickelt. Die Aufführungen sind dabei einerseits auf höchstem künstlerischen Niveau. Andererseits erleben die Besucher ein höfisches Fest mit speziellen Konzertbooten und Kutschenfahrten, livriertem Personal und Wasserspielen im Schlosspark. Das alles steigert das musikalische Erlebnis zum ganzheitlichen Festspiel.

Drohendes finanzielles Aus

Ich kann mich noch gut erinnern, als Sie mich vor einem Jahr besucht haben, verehrter Herr zu Guttenberg. Damals waren Sie voller Sorge, weil Sie befürchten mussten, dass Ihre langjährige Sponsoren-Partnerschaft mit der Deutschen Bank zu Ende geht. Bis zum Jahr 2013 – es ist kaum zu glauben – hat sich der Freistaat Bayern nämlich nicht an den Festspielen beteiligt. Die Herrenchiemseefestspiele standen beispielhaft dafür, dass auch ohne die finanziellen Hilfen des Staates großartige kulturelle Leistungen möglich sind. Nun allerdings drohte ihnen das finanzielle Aus.

Leuchtturmprojekt im Kulturkonzept

Ich freue mich deshalb sehr, dass es uns gelungen ist, die Herrenchiemseefestspiele ab heuer mit einem jährlichen Förderbetrag von 720.000 Euro zu unterstützen. In einem vorbildlichen Zusammenwirken mit dem Kollegen Finanzminister konnten wir die gesamte Bayerische Staatsregierung und den Bayerischen Landtag überzeugen, dass die Festspiele im Bayerischen Kulturkonzept als ein Leuchtturmprojekt gefördert werden. Mit unserem Kulturkonzept setzen wir kulturelle Akzente im ganzen Land – mit insgesamt 50 Millionen Euro zusätzlich für Leuchtturmprojekte in allen Regionen und mit weiteren 26 Millionen Euro für die Breitenkultur.

Ich bin überzeugt: Wir haben die Weichen richtig gestellt, um diese einzigartigen Festspiele zu erhalten. So wünsche ich den Herrenchiemseefestspielen eine glänzende Zukunft. Sie, verehrter Herr zu Guttenberg, werden mit Ihrem Team sicher auch künftig genügend faszinierende Ideen haben, um das historische Erbe dieses wunderbaren Ortes zum künstlerischen Leuchten und Klingen zu bringen.

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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