Viel Verwirrung bei "De Sklavenmagd"

+

Pfaffenhofen - Eine Milchkuh und viel Verwirrung - bei zwei Aufführungen begeisterten die Theaterfreunde Pfaffenhofen ihr Publikum mit dem Lustspiel "De Sklavenmagd":

Die Theaterfreunde Pfaffenhofen führten im Pfarrheim „Pons Oeni“ das unterhaltsame Stück „De Sklavenmagd“ von Bianca Bolesny auf und begeisterten an zwei Abenden ihr Publikum. Die Einstimmung erfolgte wie im Vorjahr durch die „Spontanetten“, bevor die selbst mitspielende Autorin die Zuschauer humorvoll in das Stück einwies. Der schwer arbeitende Knecht Girgl (Thomas Sanftl), der aber auch dem Alkohol nicht abgeneigt ist, findet in der Regionalzeitung einen Artikel über einen angeblich auch in Bayern zunehmenden Handel mit Sklaven. Seine Verärgerung darüber nimmt zu, als er erfährt, dass der Bauer auf dem Markt für 1.500 Mark „eine Angela“ kaufen will.

Dass es sich dabei um eine Milchkuh handelt, bekommt er in der Aufregung nicht mit. Währenddessen macht sich sein Bauer Hans Stockenreiter (Stefan Adam) über „Preißn“ lustig, die er absolut nicht ausstehen kann. Zufällig hat sich sein Sohn Schorsch (Robert Ludwig) jedoch in die Berlinerin Angelika (Patricia Pohl) verliebt, deren Ankunft er erwartet. Während Bäuerin Maria (Bianca Bolesny) mit der schnippischen Nachbarin Keitner (Isabella Schweiger) dem selbstgemachten Likör zuspricht, zeigt sich, dass deren Magd Liesl (Manuela Haarpaintner) in Knecht Girgl verknallt ist. Dieser hat aber im Moment andere Sorgen, muss er doch die vermeintliche Sklavin Angelika vor dem verwerflichen Zugriff vom Bauern und dessen Sohn Schorsch retten. Als er beide als Sklaventreiber betitelt, scheint die Sache zu eskalieren! Endlich kann Schorsch den Irrtum aufklären, dass die inzwischen gekaufte Kuh Angela wohlbehalten im Stall steht und seine Angelika keineswegs als erworbene Sklavenmagd auf dem elterlichen Hof arbeiten soll. Als dann auch noch Stockenreiter (nach heftiger Intervention durch seine Frau) der Liaison zwischen seinem Sohn und der „Preißin und Stodterin“ zustimmt, kann dieser seine Angelika und Girgl die Liesl endlich in die Arme schließen. Denn so formuliert es der Bauer: „Wer hier kommt oder geht, bestimme immer noch ich!“

Die Zuschauer konnten sich überzeugen, dass die Protagonisten ihre offensichtlich auf jeden speziell zugeschnittenen Rollen gut beherrschten. Sie gewannen den Eindruck, dass die theaterspielenden Kindergarteneltern sich im Vergleich zur bereits erfolgreich verlaufenen Aufführung „Des Schweindlrennats“ im letzten Jahr nochmals deutlich gesteigert hatten. Der Kindergarten „Spatzennest“ kann sich über die finanzielle Zuwendung freuen, denn der gesamte Erlös kommt dieser Einrichtung zugute.

el

Zurück zur Übersicht: Kultur

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser