Die Regeln des Eurovision Song Contest

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Düsseldorf - Seit Jahrzehnten hoffen alle auf den immer gleichen Ausruf: "Twelve points!" - zwölf Punkte, die Höchstwertung beim Eurovision Song Contest.

Das ist auch in diesem Jahr nicht anders bei den 43 teilnehmenden Nationen, von denen 25 im Finale am 14. Mai in Düsseldorf gegeneinander ansingen. Theoretisch könnten 56 Nationen Europas, Nordafrikas oder der arabischen Welt teilnehmen, denn ihre öffentlich-rechtlichen oder staatlichen Rundfunkanstalten sind Mitglieder der Europäischen Rundfunkunion (EBU), die den Contest seit 1956 veranstaltet. Mit 43 Kandidaten wird dieses Jahr der Rekord von 2008 eingestellt.

Da ein Finale mit 43 Sängern oder Bands aber zu ausufernd wäre, gibt es wieder zwei Halbfinals: Am 10. und 12. Mai treten je 19 Länder gegeneinander an, die jeweils besten zehn dürfen im Finale am 14. Mai ran. Dann treffen sie auf die fürs Finale gesetzten "Big Five" - die fünf großen Geldgeber der EBU: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Italien hat sich erstmals seit 1997 wieder für eine Teilnahme entschieden, weshalb aus den traditionellen "Big Four" kurzerhand die "Big Five" gemacht wurden.

Sowohl bei den Halbfinals als auch beim Finale ist die Abstimmung über den besten Song gleich: Die Zuschauer in den Teilnehmerländern bestimmen per Telefon und SMS ihren Favoriten, gleichzeitig stimmt aber auch eine nationale Jury ab. Beide Voten werden je zur Hälfte gewertet - die zehn bestplatzierten Songs bekommen Punkte: Zuerst zwölf, dann zehn und weiter acht bis einen Punkt.

Die Zuschauer in Deutschland dürfen nicht beim ersten, dafür aber beim zweiten Halbfinale mitabstimmen. Beim Finale sind dann alle 43 Teilnehmerländer aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Nur für den eigenen Beitrag darf man nicht anrufen - außer man befindet sich im Urlaub auf Mallorca oder anderswo im Ausland. Am Ende gewinnt der Interpret mit den meisten Punkten; bei Punktgleichheit entscheidet, wer häufiger die "twelve points" bekommen hat. Sollte das auch gleich sein, dann zählen die häufigsten Zehner- Wertungen, dann die Achter ... Damit soll vermieden werden, dass sich das Kuriosum aus dem Jahr 1968 wiederholt. Damals lagen die vier Nationen Frankreich, Großbritannien, Italien und Niederlande gleichauf - so gab es vier Sieger.

dpa

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