Heidelberger Sinfoniker im KU'KO

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Heidelberger Sinfoniker

Rosenheim - Im März gastieren die Heidelberger Sinfoniker sowie die beiden Solisten Reinhold Friedrich und Wilhelm Bruns im KU'KO.

Zum dritten Meisterkonzert gastieren am Donnerstag, 14. März, die Heidelberger Sinfoniker sowie die beiden Solisten Reinhold Friedrich, Trompete, und Wilhelm Bruns, Naturhorn, im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim. Das Konzert beginnt um 20 Uhr und um 19 Uhr findet ein Einführungsvortrag von Klaus Jörg Schönmetzler statt.

Gespielt wird Haydns Sinfonie Nr. 100 G-Dur "Military", das Hornkonzert Es-Dur KV 417 von Mozart, Haydns Trompetenkonzert Es-Dur sowie die Sinfonie Nr. 99 Es-Dur von Haydn.

Mitreißende Spielfreude, eine außergewöhnliche Bühnenpräsenz und ihr spannungsreicher und differenzierter Aufführungsstil sind zum Markenzeichen der Heidelberger Sinfoniker geworden. Mit Schwerpunkt „Wiener Klassik“ und frühe deutsche Romantik werden sie von der internationalen Kritik zu den führenden „historisch orientierten“ Orchestern der Gegenwart gezählt. Die Heidelberger Sinfoniker feierten ihr umjubeltes Konzertdebut am 1. Januar 1994 mit Beethovens Neunter Sinfonie. Ihre Geschichte begann jedoch wesentlich früher. Im März 1987 gründete Thomas Fey noch während seines Musikstudiums das Schlierbacher Kammerorchester. Die Besetzung bestand aus besonders begabten und ambitionierten jungen Musikerinnen und Musikern aus ganz Deutschland. Der ungewöhnlich spannungsreiche und differenzierte Aufführungsstil des Orchesters wurde entscheidend mitgeprägt durch eine intensive Schulung in „Historischer Aufführungspraxis“ bei Nikolaus Harnoncourt. „Ein großer Klangkörper auf dem Weg in eine ruhmreiche Zukunft“, schrieb die Süddeutsche Zeitung schon damals.

Im Zuge einer planvollen, quasi chronologischen Erarbeitung der Orchesterliteratur beschäftigten sich Thomas Fey und seine Musiker zunächst besonders eingehend mit der Musik Bachs, Händels und Mozarts. Letzterem widmeten sie 1991 das Musikfestival Heidelberger Mozartwochen. Die intensive Auseinandersetzung mit den Sinfonien und Solokonzerten Ludwig van Beethovens führte schließlich im Jahr 1993 zur Gründung der Heidelberger Sinfoniker.

Das neue Sinfonieorchester feierte erste Erfolge mit einem umjubelten Beethoven-Zyklus und begann zugleich die regelmäßige Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Solisten, darunter Rudolf Buchbinder, Thomas Zehetmair, Cyprien Katsaris, Bernd Glemser und Nelson Freire. Es folgten Gastspiele in vielen Ländern Europas, in Südamerika und Japan sowie Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen und CD. Mittlerweile umfasst das Repertoire der Heidelberger Sinfoniker auch zahlreiche Werke des 19. Jahrhunderts, mit Schwerpunkt in der frühen deutschen Romantik bis hin zu Brahms und Johann Strauß.

Reinhold Friedrich

Reinhold Friedrich ist seit seinem Erfolg beim ARD-Wettbewerb 1986 auf allen wichtigen Podien der Welt zu Gast. Sein Debüt bei den Berliner Festwochen von 1982 mit der Sequenza X von Luciano Berio und das Debüt im Wiener Musikvereinsaal 1994 mit dem Trompetenkonzert von Joseph Haydn, gespielt mit der Klappentrompete, umreißen das weite Spektrum seiner Aktivitäten. Er ist Professor für Trompete an der Hochschule für Musik Karlsruhe und des weiteren Honorarprofessor an der Royal Accademy of Music in London und Gastprofessor an der Royal Accademy of Music in Aarhus /Danmark und an der Elisabethen-Hochschule für Musik in Hiroshima/Japan. Für Reinhold Friedrich gehörten Neue und Alte Musik in der Auseinandersetzung mit dem Werk zusammen und bilden keinen Gegensatz. Ebenso konsequent verbindet er in sich den Solisten, Kammermusiker und Orchestermusiker. Seit Neugründung des Lucerne Festval Orchestra 2003 ist er Solotrompeter unter Leitung von Claudio Abbado und auch Solist in zahlreichen Konzerten unter dessen Leitung mit dem II. Brandenburgischen Konzert von J.S. Bach. Er konzertiert als Solist mit Ensembles wie den Berliner Barocksolisten, La Stagione Frankfurt, dem Wiener und dem Zürcher Kammerorchester, den Bamberger und Wiener Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Deutschen Symphonie-Orchester u.v.a. namhaften Orchestern. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren sein facettenreiches Schaffen.

Wilhelm Bruns

Wilhelm Bruns studierte an der Folkwanghochschule Essen bei Hermann Baumann und ist seit 1988 Solohornist am Nationaltheater in Mannheim. Nicht erst seit der Gründung der Deutschen Naturhorn Solisten im Jahre 1985 widmet er sich leidenschaftlich dem Spiel auf dem ventillosen Naturhorn. Neben zahlreichen Konzerten im In- und Ausland standen auch immer CD-Produktionen mit Werken von Anton Reicha, Carl Oestreich, Telemann und Händel im Zentrum der Aktivitäten dieses weltweit einmaligen Ensembles. Mit dem Erwerb einer ehemaligen Flakhalle entstand 2003 die Naturhorn Akademie in Bad Dürkheim, an der neben dem klassischen Repertoire für Naturhorn vor allem die Jagdmusik einen Unterrichts-schwerpunkt bildet. Darüber hinaus unterrichtete er an den Musikhochschulen Frankfurt am Main und Saarbrücken, an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ Berlin und der Musikhochschule Karlruhe, sowie bei den dortigen Händelfestpielen. Als "Spezialist" auf dem Naturhorn hat sich Wilhelm Bruns nicht nur als Kammermusiker, sondern auch als Solist einen Namen gemacht.

Die Leitung des Orchesters liegt bei Thomas Fey der seit Jahren als einer der profiliertesten Interpreten der „Wiener Klassik“ gilt. Er studierte Klavier und Dirigieren an der Musikhochschule Mannheim und „Aufführungspraxis der Alten Musik“ bei Nikolaus Harnoncourt in Salzburg. Darüber hinaus besuchte er Dirigierkurse bei Leonard Bernstein. Er gründete den Heidelberger Motettenchor (1985) und das Schlierbacher Kammerorchester (1987), aus dem 1993 die Heidelberger Sinfoniker hervorgingen, die von der internationalen Fachpresse zur Spitze der historisch orientierten Klangkörper gezählt werden. Außerdem ist Thomas Fey Gründer und künstlerischer Leiter des Mannheimer Mozartorchesters und des Mannheimer Mozartchors. Hunderte von Konzerten führten Thomas Fey mit seinen Ensembles in viele deutsche Städte, europäische Länder, in die USA, nach Südamerika und Japan. Thomas Feys Repertoire reicht von Bach bis Brahms. Im Mittelpunkt seiner interpretatorischen Arbeit stehen die Sinfonien und Solokonzerte von Mozart, Haydn, Beethoven und Mendelssohn. Mit Vorliebe widmet er sich auch der Musik Georg Friedrich Händels, den Ouvertüren Rossinis, den großen Walzern von Johann Strauß, der Wiederentdeckung von Werken Antonio Salieris und weiteren Repertoire-Raritäten des 18. und 19. Jh. Etliche seiner CD-Einspielungen – neben Werken von Mozart und Beethoven die Gesamteinspielung aller Sinfonien von Mendelssohn und Haydn – erhielten internationale Auszeichnungen, darunter die Nominierung für den „Cannes Classical Award“ für Beethovens Sinfonien Nr. 4 & 6 und die Nominierung für den „GRAMMY“ für „Ouvertüren und Bühnenmusik“ von Antonio Salieri. Seine CD mit Mendelssohns Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“ war Anwärter für den „International Classical Music Award“ 2011. Zu seinem diskografischen Lebenswerk hat sich die 1999 begonnene Gesamteinspielung aller Haydn-Sinfonien entwickelt, die seither weltweit für Furore sorgt. Zusammen mit seinen Heidelberger Sinfonikern plant er die Vollendung dieses Mammutprojekts spätestens im Jahr 2020. Produktionen für Rundfunk und Fernsehen runden seine musikalische Tätigkeit ab.

Karten sind erhältlich beim Ticket-Service im KULTUR+KONGRESS ZENTRUM, Montag bis Freitag, 9 – 17 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr, oder unter Tel. 08031/365 9 365, Mail: ticketverkauf@rosenheim.de oder Internet: www.kuko.de

Pressemitteilung VERANSTALTUNGS+KONGRESS GmbH

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