Sonnenrot bestätigt weitere Top-Bands

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München/Eching - Auf dem diesjährigen Sonnenrot-Festival wird es am 16. und 17. Juli wieder rund gehen. Mit "Tocotronic" und "Ja, Panik" sind zwei weitere Hochkaräter mit dabei. 

Tocotronic

Im tocotronischen Universum ist ein Fieber ausgebrochen.

"Schall und Wahn" ist nach "Pure Vernunft darf niemals siegen" und "Kapitulation" das letzte Album der "Berlin-Trilogie" und ein entfesselter Aufbruch in ein neues Jahrzehnt. In zwölf hell und finster leuchtenden Liedern entwerfen Tocotronic eine wahrhaft infernalische Welt, die von Liebe und Verbrechen beherrscht wird, vom Guten wie dem Bösen. Sie erzählen von der Ambivalenz des Schmerzes und von wohlbekannten Lastern wie Neid, Feigheit und Gier.

Mitunter hat man wirklich das Gefühl, dieser Rock spiele sich wie von selbst. So gibt es viel Raum für Improvisationen, delirierende Instrumentalstrecken, humpelnde und rumpelnde Rhythmen und aufwühlende Gitarrengewitter.

"Schall und Wahn" ist Tocotronics bisher heftigste Propagierung von Zwischenstufen, Ich-Auflösung und Vielheit. Es ist ein loderndes Zwitterwerk – hin- und hergerissen zwischen gesellschaftlichem Statement und individuellem Spleen, zwischen klassischer tocotronischer Negation und Überwindung derselben, zwischen kreativem Akt und Zerstörung, Wach-Sein und der Sprache des Unbewussten.

Doch vor allem haben Tocotronic ein Album über Musik gemacht. Über die Kraft des Schalls … zu erklingen, sich auszubreiten und uns fort zu tragen, dem "Flug der Töne" zu folgen, wohin auch immer.

Ja, Panik

Gestatten: Ja, Panik.

Eine aus dem österreichischen Burgenland in die Metropole der gehobenen Bürgerlichkeit gezogene, junge, wilde, vertrackte, psychedelisch-lyrische Beat- Band: nach Wien. Im Kollektiv, als vollständige Band: mit Schlagzeug (Sebastian Janata), Klavier (Christian Treppo), Bass (Stefan Pabst) und Gitarre (Thomas Schleicher). Davor: zwei Alben in Rekordzeit, mit dem Mitteilungsbedürfnis von mindestens hundert Bands gleichzeitig. Und den Dichterqualitäten von Bob Dylan und Falco in einer Person: Andreas Spechtl.

Nach dem Kritikererfolg "The Taste and The Money" (Platz 3 der SPEX-Jahrescharts 2008) kommt nun der Nachfolger in einer dem Geld zugewandten Chronologie mit dem Titel "The Angst And The Money". Produzent Moses Schneider (Beatsteaks, Tococtronic) hat mit dieser Produktion den Beweis angetreten, dass es sich bei Ja, Panik tatsächlich um die Band der Stunde handelt.

Nun, wäre "The Angst And The Money" ein Roman, so würde man schon jetzt von der ganz großen neuen Sensation am Literaturhimmel sprechen.

Ja, Panik aber ist eine Band, und so bleibt uns immerhin die Gewissheit, das diese Band es sein wird, die jene abgebrannten Fackeln der Hamburger Schule, der Wiener Hochstapelei und der genialen Berliner Dilettanten neu entflammen werden!

Pressemitteilung der Sonnenrot GmbH & Co. KG

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