Klassisches Klaviertrio im Rathaussaal

Wasserburg - Einige Highlights der klassischen Musik wird das "Poinsett Piano Trio" im Rathaussaal zum Besten geben. Beethoven, Ravel und Mendelssohn-Bartholdy stehen auf dem Plan.

Das „Poinsett Piano Trio“ – David Gross, Klavier, Deirdre Hutton, Violineund Christopher Hutton, Violoncello – wird im Rahmen einer Deutschlandtournee am Samstag, 7. Juli, um 20 Uhr, einen Tag nach einem Gastspiel in Berlin im Wasserburger Rathaussaal auftreten. Die Musiker des Trios stammen aus Deutschland (Professor Gross), aus den USA und Neuseeland. Das Trio hat seinen Sitz in Greenville, South Carolina (USA), wo die Mitglieder Lehrstühle an der Furman University inne haben. Angeregt durch seine internationale Zusammensetzung wählte das Ensemble Joel Poinsett (1779 – 1851) zum Namenspatron. Poinsett – Staatsmann, Arzt und Botaniker aus South Carolina arbeitete unter anderem als Staatsminister für die USA in Mexiko.

Das Konzertprogramm mit Werken von Beethoven, Ravel und Mendelssohn-Bartholdy vereinigt drei der bekanntesten Werke und wahre Raritäten der Trioliteratur; gleichzeitig macht es die stilistische Bandbreitedes Genres deutlich. Das Trio op. 71 Nr. 1 zu Beginn, Beethovens fünftes Klaviertrio (nach op. 1 Nr. 1 – 3 und op. 11 – „Geistertrio“), kommt ungestüm daher: gemeinsam stürzen sich die drei Spieler geradezu in das Eröffnungsmotiv. Der zweite, kantable Teil des Themas wird nacheinander vom Cello, der Geige und abschließend vom Klavier fortgeführt. Der Spitzname „Geistertrio“ ist möglicherweise von der mysteriösen Stimmungdes zweiten Satzes inspiriert. Mit der Virtuosität des Finalsatzes schlägt Beethoven den Bogen zum ersten Satz, fügt allerdings ein spielerisches Element hinzu. So kommt das Trio zu einem sonnigen Ende.

Ravels einziges Klaviertrio entstand innerhalb nur weniger Monate im Jahr 1914. In vieler Hinsicht wahrt der Komponist hier die Tradition, etwa in der Satzfolge: ein Satz in (wenngleich fantasievoll angereicherter) Sonatenform eröffnet das Werk. Darauf folgt ein Scherzo, ein langsamer Satz sowie ein schnelles Finale.

Wenn man sich auf nur zwei Charakteristika beschränken müßte, die den Stil Mendelssohns auszeichnen, so wären diese wahrscheinlich seine besondere Gabe der melodischen Erfindung und seine ansteckende Spielfreude. Diese Spielfreude in dem viersätzigen Werk mag daherstammen, dass das kompositorische Wunderkind Felix sowohl als Pianist als auch als Geiger virtuos veranlagt war. So verwundert es nicht, dass die vorgegebenen halsbrecherischen Tempi die Musiker vor gewaltige Aufgaben stellen.

Eintrittskarten sind über den Ticket-Service der Sparkasse Wasserburg a. Innerhältlich (Tel. 08071/101-129–E-Mail: ticketservice@sparkasse-wasserburg.de oder bei einer der Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburga. Inn). Restkartenverkauf am Konzertabend ab 19 Uhr.

Pressemitteilung Stadt Wasserburg

Rubriklistenbild: © dpa

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