Hochfellner Bergdeifen feiern in Bergen ihr zehnjähriges Bestehen

Rußige Gesellen im Zottelpelz stürmen den Kurpark

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Hochfellner Bergdeifen feiern in Bergen ihr zehnjähriges Bestehen

Bergen - Der Duft von Bosna und Glühwein liegt in der Luft. Satte Hardrock-Klänge dringen ans Ohr und durch das Dunkel der Bäume im Kurpark von Bergen ist bereits der Anmarsch der zotteligen Krampusschar zu erahnen.

Begleitet von Trommelschlägen, lautem Geläut aus umgeschnallten Kuhglocken und rutenschwingend ziehen die rund 90 gehörnten Gesellen im dichten Pelz, Teufel, Hexen, dunkle Engel und spitzohrige Schreckensmasken ein. Rotes Licht aus Bengalos verleiht der Szenerie inmitten der gut 400 Besucher eine besondere Dramatik. Während die Kinder den Maskenträgern noch mit großen Augen ins Gesicht blicken und sich dabei schutzsuchend eng an die Eltern schmiegen, sucht die Jugend das Abenteuer beim Necken der zotteligen Schar. 

Krampuslauf in Bergen: Jubiläum mit den Hochfellner Bergdeifen

Mit Verstärkung aus den umliegenden Regionen feierte der Krampusverein der Hochfellner Bergdeifen am Samstag sein zehnjähriges Bestehen. Zum Auftakt der zweitägigen Waldweihnacht gaben sich beim Krampuslauf in Bergen auch Mitglieder der Chiemgauer Erzdeifen aus Trostberg, der Grenzlandperchten aus Laufen und des Rauschbergpass aus Ruhpolding ein lautstarkes Stelldichein. Bereits im Frühjahr 2008 gründeten Maxi Meindl und Momo Weberegger den Verein der Bergdeifen, „um den Brauch des Nikolausgehens nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, wie er im Gespräch mit chiemgau24.de erklärt. Und so bilden bis heute die Nikolausbesuche mit Krampus um den 5./6. Dezember nach wie vor die Schwerpunkte der Vereinsarbeit. „Es ist doch ein feierlicher Augenblick, wenn der Nikolaus in die Stube kommt und aus dem goldenen Buch die guten und schlechten Taten vorliest“, sagt Meindl, der selbst unter Rauschebart und roter Kutte in viele Häuser kommt. 

Pro Jahr beteiligen sich die Bergdeifen bei einem knappen Dutzend Veranstaltungen bzw. Schauläufen in der Region. Mittlerweile zählt der Verein knapp 70 Mitglieder zwischen neun und 72 Jahren. Neben der engagierten Nachwuchsarbeit mit Kindern und Jugendlichen bietet auch der Maskenbau ein wichtiges Betätigungsfeld, für das Rudi Brummer und Thomas Hallweger eine besondere Passion entwickelt haben. Nach dem großen Krampuslauf in feuriger Szenerie bildete ein großes Prachtfeuerwerk am Samstag den fulminanten Abschluss im Kurpark. Beim Auftritt beim zweiten Tag der Waldweihnacht mit Wurst-, Glühwein- und Kunsthandwerkständen am gestrigen Sonntag war der Auftritt des Nikolauses Höhepunkt des Geschehens. Aus besonderem Anlass wurde zudem ein Smart-TV verlost.

Axel Effner

Quelle: chiemgau24.de

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