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Ruhpoldinger Bergadvent

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Ruhpolding - Das Holzknechtmuseum in der Laubau veranstaltet im dreijährigen Rhythmus heuer wieder einen "Ruhpoldinger Bergadvent".

Zum vierten Mal macht sich Budenzauber der besonderer Art breit. Geöffnet ist der Markt am ersten und zweiten Adventswochenende: am Samstag, 1., und Sonntag, 2. Dezember, sowie am Samstag, 8., und Sonntag, 9. Dezember, jeweils von 11 bis 20 Uhr.

An den Ständen kann man so manchem Aussteller bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Auf dem dekorierten Freigelände - abends im Kerzenglanz erhellt - können die Besucher in Ruhe die besondere Atmosphäre inmitten der Chiemgauer Bergwelt genießen und die Seele baumeln lassen.

Stärken können sich die Besucher in zwei gemütlichen Holzknechtstuben, auch im Freigelände findet sich der ein oder andere Platz für ein wärmendes Getränk, eine Tüte Maroni oder eine herzhafte Brotzeit.

Neben Handwerk und Kunsthandwerk kann der Besucher auch kleine Sonderausstellungen betrachten. Unter dem Motto "Wir sagen euch an den lieben Advent..." stehen heuer Adventskalender im Mittelpunkt. Eine Auswahl aus der Sammlung historischer Adventskalender von Dr. Esther Gajek bietet dabei einen Schwerpunkt.

"Wie oft müssen wir schlafen, damit wir die Geschenke bekommen?" So fragen Kinder seit über 150 Jahren. Um 1850 entwickelte sich das Weihnachtsfest neben dem kirchlichen Hochfest auch zu einem Fest in den Bürgerstuben - mit der Bescherung unter dem Weihnachtsbaum als Höhepunkt. Die Erwartung der Mädchen und Buben wuchs, der Bedarf für ein Zählinstrument zu diesem Anlass war geboren.

Zunächst bastelten Mütter und Väter mit 24 Kerzen, 24 Fähnchen oder einfach 24 Kreidestrichen auf der Zimmertür selbst Adventskalender. Anfang des 20. Jahrhunderts griffen Verlage die Idee einer Zählhilfe für die Adventstage auf. 1902 kam in Hamburg eine Adventsuhr heraus, 1904 in Stuttgart ein Ausschneidekalender.

Von 1941 bis 1944 erschienen sogar nationalsozialistische "Vorweihnachts-Kalender", die für jeden Tag im Advent ideologisierte Lieder, Sprüche, Geschichten und Bilder bereithielten.

Gleich nach Kriegsende, 1945, wurden wieder Adventskalender gedruckt: im Westen Deutschlands genauso wie im Osten. Profane Motive - allen voran verschneite Häuser in abendlicher Stimmung - überwiegen bis heute, aber auch religiöse Motive finden sich im Angebot.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Adventskalender und Winterbilder, die Grundschüler aus dem Chiemgau in den letzten beiden Jahren für das Museum gebastelt haben. Die Bilder finden sich an vielen Plätzen in den Ausstellungsgebäuden des Museums. Angeleitet von ihren Lehrern entstanden die unterschiedlichsten Werke. Als dritten Schwerpunkt kann der Museumsbesucher beim Bergadvent die fotografischen Arbeiten von Christl und Hans Sondermeier betrachten. Unter dem Titel "Winterimpressionen" finden sich gekonnt in Szene gesetzte Zufälligkeiten am Wegesrand, die nur einem aufmerksamen Fotografen ins Auge stechen.

Einige Sonderveranstaltungen stehen auf dem Programm. Den Auftakt am Samstag, 1. Dezember, macht der Trachtenverein Schönram mit seinem Musikspiel "Advent in den Bergen - Bräuche in der staden Zeit von Kathrein bis Lichtmess". Ein kleines Krippenspiel am Ende rundet die Veranstaltung ab. Am Sonntag, 2. Dezember, ist das traditionelle "Adventliche Singen und Musizieren", das in bewährter Weise von Josef Berthold organisiert wird.

Das zweiten Adventswochenende startet am Samstag, 8. Dezember, mit dem Erzählprogramm "Raue Nacht - Heilige Nacht" mit Wilma Stiftinger und Muck Stelzle. Die Sagen und Legenden der bayerischen Raunächte stehen im Mittelpunkt. Am Sonntag, 9. Dezember, organisiert Heinrich Albrecht von der Musikschule Inzell das Adventssingen und Musizieren unter dem Titel "Ein Segen wird ergießen". Mehrere Gruppen sorgen für einen stimmungsvollen vorweihnachtlichen Abend.

Für Familien bietet das Holzknechtmuseum auch Veranstaltungen am Nachmittag an. Die "werkstatt kesslfligga" präsentiert ihr Marionettenspiel "Das vergessene Volk" am Sonntag, 2., und Samstag, 8. Dezember, bereits um 14.30 Uhr. Das Musikspiel "Advent in den Bergen" mit kleinem Krippenspiel des Trachtenvereins Schönram wird am Sonntag, 9. Dezember, um 15.30 Uhr aufgeführt. Daneben bietet das Holzknechtmuseum für seine jungen Besucher in der warmen Öfenerstube jeden Nachmittag ein eigenes Programm an.

Karten im Vorverkauf gibt's in der Tourist-Info Ruhpolding, Telefon 08663/88060, Email: tourismus@ruhpolding.de; weitere Informationen im Internet unter www.holzknechtmuseum.com.

re/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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