Aschau: Goldenen Schlüssel übergeben

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Aschau - Mit dem Inthronisationsball der Faschingsgilde übernimmt der "fliegende Retter" mit der "liebevollen Wächterin der Sternengruppe" das Kommando der Gemeinde:

Nur ein Bussi der Prinzessin und einen Orden erhielt Aschaus Bürgermeister Werner Weyerer beim Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde in der Festhalle Hohenaschau für den überdimensionalen goldenen Schlüssel des Aschauer Rathauses vom neuen Prinzenpaar.

Prinz Andreas I., „fliegender Retter über den Aschauer Bergen“ und ihre Lieblichkeit Prinzessin Elisabeth V., „liebevolle Wächterin der Sternengruppe“.

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Fröhlicher Krönungsball in Aschau

„Ich kann beruhigt bis Mitte Februar in Urlaub gehen, das Rathaus ist in den nächsten Wochen in guten Händen“, sprach Aschaus regierender Bürgermeister Werner Weyerer noch ganz tapfer und wagte die Bitte, „bringt mir die Schlüssel rechtzeitig zurück, wir haben in diesem Jahr noch so viel zu tun“.

Aschauer Faschingsgilde feiert auf Inthronisationsball

Es sei für die Gemeinde Aschau jedes Jahr eine Freude, dass es der Faschingsgilde immer wieder gelinge eine Garde auf die hübschen Beine zu stellen und ein neues Prinzenpaar zu küren. Prinz Andreas I. und Prinzessin Elisabeth V. werden in den kommenden närrischen Wochen über den Mittelpunkt Aschau und das weite Umland bis hinein nach Sachrang und hinaus nach Frasdorf und Wildenwart regieren.

Faschingsgilde im Rathaus herzlich willkommen

„Der Faschingsgilde geht es gut in Aschau - wir brauchen kein Rathaus zu stürmen, wir erhalten die Schlüssel zu Rathaus und Kasse ausgehändigt, wir werden jedes Jahr ins Rathaus eingeladen und sind dort jederzeit herzlich willkommen“, bedankte sich die Präsidentin der Aschauer Faschingsgilde Daniela Max, mit ihren beiden Vertretern Werner Grill und Fabian Schneikart.

Die Aschauer Festhalle war phantasievoll dekoriert und beim 38. Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde gut besucht, die Faschingsgilden aus Prutting und Vogtareuth besahen sich den Krönungsball und das Prinzenpaar ganz genau. Sie und die Ballbesucher erlebten auf der Bühne ein perfekt aufeinander abgestimmtes Prinzenpaar – die Prinzessin in einem biedermeierlichen Prinzesskleid-Traum aus Altrosa und Gold und der Prinz dazu abgestimmt mit einem braunen Biedermeier-Samtfrack und passender altrosa Krawatte, dazu trug er eine lange schwarze Hose mit breiten Biesen.

Stewardessen der "Aschau airlines" zeigen Showtanz

Gemeinsam zeigten sie einen wunderschönen, gefühlvollen Prinzenwalzer nach Melodien von Johann Strauß und später mit den Stewardessen der „Aschau airlines“ einen temperamentvollen Showtanz. Vor dem Prinzenwalzer exerzierte die Aschauer Prinzengarde - zur Freude der Damen und zum Entzücken der Herren auf den vorderen Plätzen - den „Gardemarsch 2012“, kommandiert von Major Maria Schmid und einstudiert von Niki Hirner, Elisabeth Angerer und Michaela Rottmüller.

Seine Rustikalität Hofmarschall a.D. d.R. Sebastian Bichler führte mit seinen Aufzeichnungen und Notizen zum elften Mal durch die Jahrhunderte. Den Eltern des Prinzenpaares empfahl er in den kommenden Wochen nachsichtig mit den Hoheiten und ihren Wehwehchen zu sein, sie müssten sich auf ihre meist abendlichen Vorhaben tagsüber entsprechend vorbereiten – die Pflege der alltäglichen Blessuren sei in vielen Fällen unerlässlich.

Prinz Andreas (Angermaier) ist seit drei Jahren im Aschauer Fasching aktiv und kennt schon einiges, was in den tollen Tagen und Nächten auf ihn als den Herrscher des Aschauer Faschings zukommen wird – das Küssen der Ordensträgerinnen wird er noch lernen.

Im "normalen Leben" Heizungsbauer

Im ganz normalen Leben arbeitet er als Heizungsbauer in Aschau. Hier in Aschau hat er die Berge direkt vor der Haustür und so verbringt er viel von seiner freien Zeit aktiv bei der Bergwacht. Dass er im Winter begeistert Ski fährt, versteht sich wohl von selbst. Diesen Winter wird er dazu wohl selten Zeit und Gelegenheit dazu haben. Zusätzlich ist er noch beim Trachtenverein „D´ Griabinga“ engagiert, als Vorplattler ist er mit verantwortlich dafür, dass die jungen Trachtler die herkömmlichen Plattler und Tänze lernen und an die kommenden Generationen weiter geben können.

Ihre Lieblichkeit Prinzessin Elisabeth (Angerer) kommt aus der blitzlichtgewohnten und sturmerprobten Aschauer Garde, in der sie seit sechs Jahren aktiv ist Drei Jahre war sie als Gardistin bei den Aufzügen der Aschauer Prinzenpaare dabei, die letzten drei Jahre war sie mit verantwortlich für die Choreographie von Gardemarsch und Showtanz. Sie kennt damit alles rund um den Fasching im Chiemgau, das Lächeln, das Winken, die Auftritte und das Repräsentieren. Elisabeth Angerer ist in Prien daheim und arbeitet als Erzieherin im Kindergarten in Schwabering. Schon seit August sind die beiden im Training in der Tanzschule Kesmarki in Rosenheim und arbeiten eifrig am Prinzenwalzer und am Showtanz.

Ebenfalls seit dem Sommer üben die 13 Gardistinnen bereits auf ihren großen Auftritt hin. Unter dem Kommando von Gardemajor Maria Schmid haben sich mit Alexandra Frank, Alexandra Schmid, Anna Schmid, Christine Schnell, Claudia Mehlhart, Katharina Ziegler, Lisa Winkler, Verena Sperger, Theresa Thaurer, Tatjana Heinrichsberger, Regina Müller und Maria Wimmer wieder ein Dutzend Mädchen in der ruhm- und traditionsreichen Aschauer Garde zusammengefunden.

Letzte Amtshandlung für den "edlen Ritter zu Schloss Hohenaschau" und seine Prinzessin

Das letztjährige Prinzenpaar Prinz Sebastian II., „edler Ritter zu Schloss Hohenaschau“ und ihre Lieblichkeit Prinzessin Marianne III., „kreative Botanikerin aus dem Paradies des Rosenzaubers“ übergab seinen Nachfolgern die Insignien der Macht über die Faschingsgilde. Beide wünschten ihnen viel Glück zu ihrer Aufgabe, den Menschen in den kommenden Wochen Freude zu bringen. Mit einem Ausschnitt aus ihrem Prinzenwalzer vom vergangenen Jahr verabschiedeten sie sich vom Aschauer Publikum.

Die beiden Bürgermeister Werner Weyerer und Sepp Thaurer machten wieder einmal Bekanntschaft mit den kniffligen Bürgermeistereinlagen der Gilde. Die „Zwoa moi Zwoa“ spielten den Aschauern nach der Inthronisation und den obligatorischen Ordensverleihungen in der Festhalle noch zum Tanz auf und so endete der Ball für manche Ballbesucher früher, für manche aber viel später.

reh

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