Großes Faschingsfinale in Kammer

Volles Haus und beste Stimmung beim Kehraus der Faschingsfreunde

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Traunstein - Die Blau-Weissen aus Kammer feierten ausgelassen mit unzähligen Faschingsnarren aus der Umgebung die letzten Stunden der diesjährigen Saison, ehe sie vom „Aschermittwoch“ nach Hause geschickt wurden.

Alle tänzerischen Programmpunkte wurden ein letztes Mal präsentiert und die rein männlich besetzte „Kammerer Prinzengarde“ feierte eine fulminante Weltpremiere. Faschingspfarrer Hansi Schmid zelebrierte souverän das Faschingsbegräbnis und reihte Prinz Josef II. zu dessen Vorgängern in die Riege der Kammerer „Prinzen-Walhalla“. 

Kehraus mit dem Blau-Weissen aus Kammer

Zahlreiche Ballbesucher nutzten die Möglichkeit, nochmals ausgiebig das Tanzbein zu schwingen und die Band„Orange Club“ holte bei der Liederauswahl nochmals alles aus der Schublade, um die Tanzbegeisterung zu befriedigen. Selbst eine Schar an „Traunsteiner Veitsgromern“ hatte sich unter die Gäste gemischt. 

Die knallharten Recherchen des Faschingsreporters ergaben, dass die Veitsgromer die Hoffnung hegten, in Kammer gehe der Fasching noch die Verlängerung. „Bittere Tränen“ flossen daher bei Allen, als kurz vor Mitternacht Prinz Josef II. von den Kannibalen der ersten Kammerer Showgarde gefasst und im Kochtopf „zubereitet“ wurde. 

Wo diese nach 35 Jahren Abstinenz herkamen, konnte sich niemand so recht erklären. Fakt ist jedenfalls, dass auch der Fasching in Kammer pünktlich sein Ende fand. Zuvor schickten die Blau Weissen nochmals alles aufs Parkett was Rang und Namen hatte. Begleitet wurden die Auftritte von tosendem Beifall und „Zugaberufen“ des begeisterten Publikums. Kinder, Jugend, Prinzenpaar, Tanzpaare und die Showgruppe, insgesamt an die hundert Aktiven, zeigten ein letztes Mal ihre einstudierten Tänze und sorgten für einen kurzweiligen Ballabend. 

Pünktlich zum Kehraus war dann auch endlich die Choreographie der „Männertanzgarde“ fertig und feierte eine fulminante Weltpremiere. Die Aussagen, Männer können nicht tanzen, wurden durch die Burschen zweifelsfrei widerlegt. Völlig zu Recht ernteten sie „stehenden Ovationen“ für Ihren mitreißenden Gardemarsch. Letztlich schickte der langjährige, „faschingsbegräbniserprobte Pfarrer“ Hansi Schmid die gesamte Blau Weisse Narrenschar samt deren Gefolge in die, knapp ein Jahr dauernde, ewige Versenkung. 

Zuvor wetterte er noch ordentlich von seiner Kanzel und verteilte so manch eine Schellte für Verfehlungen, die sich in den letzten Wochen zugetragen haben. Insbesondere Präsident Martin Litwinschuh bekam in der „priesterlichen Moralpredigt“ sein Fett weg. Wurde er doch kürzlich beim Ball der Chieminger Faschingsfreunde als letzter Gast „rausgeworfen“, weil er sich in den frühen Morgenstunden an deren Bar fest klammerte und nicht nach Hause gehen wollte. 

Hob

Quelle: chiemgau24.de

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