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Vier Ortsvereine - ein Ball

OVB
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Im Mittelpunkt des von vier Vereinen organisierten Balls stand die Lastenfähre "Herrenwörth".

Breitbrunn/Gstadt/Gollenshausen - In den Chiemseenordgemeinden Breitbrunn und Gstadt/Gollenshausen lebt der Fasching trotz vieler Unkenrufe weiter.

Vier Ortsvereine von Breitbrunn, Gstadt und Gollenshausen halfen zusammen und organisierten bereits zum zweiten Mal einen tollen Faschingsball im Saal des "Chiemseewirts" in Gollenshausen.

Der Ball der Vereine zog über 200 zünftig maskierte Besucher auch aus der Umgebung an. Ein Zugpferd war ohne Zweifel die Band "No Exercise", bestehend aus fünf Musikern der Blaskapelle Großkarolinenfeld.

Der Fasching in den Gemeinden Breitbrunn und Gstadt/Gollenshausen soll nicht ganz sterben, sagten sich die die Feuerwehren Breitbrunn und Gstadt, der Trachtenverein "D`Chiemseer" und die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Gollenshausen. Viele Jahrzehnte hatten die Vereine bei ihren Ortsbällen regelmäßig drauf gezahlt und auch die Besucher wurden von Jahr zu Jahr immer weniger.

Beim ersten gemeinsamen Ball im vergangenen Fasching konnten die Vereine trotz hoher Kosten für die allerdings sehr attraktive Kapelle erstmals sogar einen kleinen Überschuss erzielen.

Unter tatkräftiger Mithilfe des "Chiemseewirts" wurde ein zweiter gemeinsamer Faschingsball organisiert und der Erfolg gab ihnen Recht. Die Faschingsgaudi wurde zu einem großen Ereignis am Faschingssamstag. Zum diesjährigen Thema der Landesausstellung auf der Herreninsel "Götterdämmerung- König Ludwig II. und seine Zeit" waren die Besucher aller Altersgruppen treffend maskiert. Die Band hatte aber auch für jeden die passende Melodie auf Lager und die Tanzfläche wer immer voll gefüllt.

Mit einer gemeinsamen bühnenreifen Einlage übertrafen sich die vier Vereine selbst. Im Mittelpunkt stand die Lastenfähre "Herrenwörth" und um sie herum wurden eine ganze Reihe von Ortsthemen treffend auf die Schippe genommen. Ganz aktuell war natürlich, dass auch der zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit der Fähre fahren wollte, hätte er doch sonst einen Bundeswehr-Hubschrauber benutzt. Aber auch er musste warten, bis die Fähre wieder endlich repariert wurde und in See stechen konnte. Gerne würde er die Nachfolge von König Ludwig II. antreten, der ja schließlich auch zurückgetreten sei, meinte der Freiherr.

th/Chiemgau-Zeitung

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