Bürgerbeschwerden auf Facebook zum Faschingssonntag *Mit Voting*

Bilanz zum Gmoafasching 2019 - Organisator für "mehr Toleranz" 

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Der Faschingssonntag in Edling ist insgesamt friedlich verlaufen - doch Beschwerden auf Facebook zeichnen ein anderes Bild. 
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Edling - Der Faschingszug durch die Gemeinde Edling zog heuer bei strahlendem Sonnenschein rund 7.000 Besucher an. Dennoch gab es auch kritische Stimmen wegen Lärm, Müll und Randale. Polizei, Veranstalter und Gemeinde reagieren auf die Vorwürfe von Seiten der Anwohner: 

Gerade Facebook-Gruppen sind beliebte Anlaufstelle für Beschwerden aller Art. Dieses Mal traf es die Feierlichkeiten rund um den Faschingszug des Gmoafaschings, der alle zwei Jahre im Wechsel mit der Stadt Wasserburg in der kleinen Gemeinde Edling stattfindet. 

Der Zustand gerade für die Anwohner des Ortskerns sei eine "unzumutbare Belastung" gewesen. Neben der Lärmbelästigung auch von grölenden Betrunkenen und Vermüllung auch in den Vorgärten brachte viele Anwohner auch auf die Palme, dass sich die Autofahrer nicht an die Halteverbotsschilder in den Siedlungen halten würden. 

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Kritik, die für Veranstalter Martin Berndl von der Vereinsgemeinschaft Edlinger Gmoafasching nicht wirklich nachvollziehbar sei, wie er im Gespräch mit wasserburg24.de erklärt: "Von unserer Seite aus lief die Veranstaltung am Faschingssonntag total gut. Es war ein prima Wetter mit gut gelaunten Partygästen, wenig Randalen oder Streitereien sowie keinen Schlägereien." 

Die Resonanz sei gut gewesen und der Zulauf, so Berndl weiter, gebe der Veranstaltung Recht. "Der Fasching in Edling ist nicht umsonst über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und beliebt. Viele feierten im Partyzelt nach dem Zug bis wir um 22 Uhr - zu einer mehr als humanen Zeit - die Feier offiziell beendet haben." 

Er verstehe es nicht, dass sich die Leute nur in den sozialen Medien Luft machen: "Ich organisiere den Gmoafasching schon länger und bin immer offen für Anliegen aller Art. Wenn es Probleme gibt, stehe ich als Ansprechpartner zur Verfügung und bin um Lösungen bemüht. Gemeinsam mit der Security haben wir am Sonntag versucht, auch den Außenbereich im Blick zu haben - wir tun alles, was in unserer Macht steht. Im Vorhinein waren wir bei den unmittelbaren Nachbarn und haben mit ihnen geredet, ihnen Wertmarken gegeben und sie auf ein Bier oder eine Semmel eingeladen, in das After-Zug-Zelt vorbeizuschauen und bisserl mitzufeiern. Mich persönlich haben keine Beschwerden im Nachhinein erreicht und auch das Gespräch mit dem Bürgermeister nach dem Fest brachte ans Licht, dass nichts beanstandet wurde." 

Keine Beschwerden bei der Gemeinde 

Dass sich niemand offiziell nach dem Faschingszug beschwert hat, das kann auch Martin Berger, Edlings Gemeinde-Geschäftsleiter bestätigen. Der Platz direkt hinter dem Feuerwehrhaus im Herzen von Edling sei laut einigen Bürgern auch nicht geeignet für Festivitäten. Berger dazu: "Die Wiese gehört der Gemeinde, wir haben keinen anderen. Es wird immer welche geben, die sich gestört fühlen - das ist bei den Anwohnern in Untersteppach beim Gmoafest auch der Fall." 

Die Gemeinde jedoch sehe keinen Anlass, die Genehmigung des Festplatzes im Ortskern zu überdenken. "Der Platz ist erschlossen, wir brauchen schließlich auch Möglichkeiten, um Toiletten aufzustellen - so einfach gestaltet sich in unserer kleinen Gemeinde kein Platzwechsel", betont Berger.

Laut Berndl arbeite man außerdem eng mit den Sicherheitsleuten der "Jahn Security" sowie mit der Polizei zusammen. Auch das Jugendamt habe am Faschingssonntag vorbeigeschaut und zur Freude Berndls habe man die Kontrolle "mit Bravour bestanden". 

Wie schätzt die Polizei den Faschingssonntag in Edling ein? 

Richard Gottwald von der Wasserburger Polizeiinspektion erläutert, aus polizeilicher Sicht sei alles "friedlich" in Edling verlaufen. "Der Nachmittag war noch sehr ruhig, abends gab es kleinere Auseinandersetzungen im Zelt, die aber relativ schnell geschlichtet werden konnten. Da hatten wir bei der Party nach dem Faschingszug in Wasserburg im vergangenen Jahr deutlich mehr zu tun und mussten sogar das Zelt wegen Überfüllung frühzeitig schließen. In der Relation gesehen sind  wir also heuer insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des Faschingssonntags in Edling." 

Zur Platzwahl könne er nicht viel sagen, außer: "Freilich ist es im Ort lauter als im Außenbereich - doch in Untersteppach beispielsweise, wo alle zwei Jahre das Gmoafest stattfindet, ist die B304 nicht weit - da kann es auch schnell gefährlich werden für die Besucher." 

"Ganz ohne Lärm geht es bei solchen Veranstaltungen eben nicht", betont Organisator Berndl abschließend. "Für viele Edlinger ist es von Vorteil, wenn sie zu Fuß den Festplatz erreichen können. Dafür, dass der Faschingszug nur alle zwei Jahre stattfindet, erwarte ich doch ein bisserl Toleranz von Seiten der Bürger - sonst bräuchte keine einzige Gemeinde im Umkreis mehr Feste ausrichten, denn Beschwerden wird es immer geben und es allen Recht machen kann man eben auch nicht." 

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mb

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