Gefragt, gezögert, geglänzt

+
„Irmi I. von der Zwergenburg“ und „Axel I. aus dem Reich der japanischen Kutschen“ heißen Irmi Frank und Axel Weinberger als Prinzenpaar. Die nächsten Auftritte in Wasserburg sind beim „Gaudiavola“ am morgigen Samstag und beim Kinderkuglball am Sonntag.

Wasserburg – „Ich habe mir ziemlich Zeit gelassen mit der Antwort“, lacht Axel Weinberger. „Und ich habe mich sehr bemüht“, schmunzelt Irmi Frank. Am Ende gewann sie und er hatte einen neuen (Neben)Job: Faschingsprinz. **Faschings-Special**

Es ist mittlerweile Tradition, dass die Stadtgarde alle fünf Jahre ein Prinzenpaar hat. So war es auch für dieses Jahr geplant. Aber wer sollte es machen? Aufgedrängt hatte sich niemand. Irmi Frank, lange Jahre Tänzerin der Garde, dann Gardemajorin und heute Abteilungsleiterin Stadtgarde im TSV 1880, war bereit, als „Irmi I. von der Zwergenburg“ den Part der Prinzessin zu übernehmen. Und dann hieß es „Prinz gesucht“.

Faschings-Special

Die Stadtgardisten steckten die Köpfe zusammen, überlegten, „dann kennt der den, der einen anderen, der Dritte hat noch eine Idee“, so Irmi Frank. Wolf Poertzler, der ehemalige Gardepräsident, schlug dann Axel Weinberger vor. „Und dann haben wir einfach gefragt“, erzählt Irmi Frank. „Da schaut man schon erstmal komisch“, räumt Axel Weinberger amüsiert ein. Zumal er ja vorher nicht gerade durch ein ausgeprägtes Faschingsinteresse aufgefallen sei.

Die erfahrenen Stadtgardisten hätten versucht, ihn auf das, was an Trainingsund Zeitaufwand auf ihn zukommt, vorzubereiten, so Weinberger, das sei aber nicht wirklich gelungen, „es kam schlimmer.“ Denn als er sich im Oktober entschied, „Axel I. aus dem Reich der japanischen Kutschen“ zu geben, ging es gleich rund.

Vor allem mit dem Tanztraining, absolutes Neuland für den Prinzen. „Ich habe zwar gerne getanzt, zum Beispiel in St. Leonhard, aber sonst? Fehlanzeige!“ Über die erschütterte Reaktion von Trainerin Michaela Schneider – „Wie, Du kannst keinen Walzer?!?“ – müssen Prinz und Prinzessin noch Monate später lachen. Mittlerweile kann er den Walzer. Die Trainingsabende waren ebenso lang wie lustig, „die Arbeit im Dreierteam hat super geklappt“, so Irmi Frank. Den letzten Schliff gab es dann beim dreitägigen Trainingslager der Garde, wo richtig hart gearbeitet wurde. Bis zu fünf Trainingseinheiten am Tag standen auf der Tagesordnung.

Anfang Januar dann der erste Auftritt als Wasserburger Prinzenpaar. Dass bei der faschingserprobten Prinzessin die Nerven halten, davon war auszugehen, aber auch beim Prinzen kam kein großes Lampenfieber auf, zu ausgeprägt war das Vertrauen in das intensive Training. „Es hat allerdings geholfen, dass der Scheinwerfer auf uns so hell war, dass man das Publikum nicht sah“, räumt Axel Weinberger fröhlich ein.

henende Schlag auf Schlag, im Februar stehen auch unter der Woche einige Termine an und vom unsinnigen Donnerstag bis Faschingsdienstag geht es ohnehin durch. Da hilft es, wenn man entweder – wie der Prinz – im Familienbetrieb arbeitet oder – wie die Prinzessin – verständnisvolle Kolleginnen hat. Neue Leute kennenlernen, könnte Spaß machen, das seien Argumente für seine Entscheidung gewesen, hatte Weinberger gesagt. Und? „Viele Leute kennengelernt und es macht Spaß.“

syl/Wasserburger Zeitung

Zurück zur Übersicht: Fasching

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser